24 | 10 | 2017
Ausrüstung

Nordic Walking Schuhe und Bekleidung

Neben der witterungsgerechten Bekleidung sind vor allem die richtigen Schuhe für ein beschwerdefreies Nordic Walking von großer Bedeutung. Der Schuh sollte individuell auf den Fuß angepasst sein und den Anforderungen der Sportart gerecht werden. In guten Fachgeschäften sollte sich zuvor der Fuß einmal angeschaut werden und eventuelle Fehlstellungen berücksichtigt werden. Ebenso wichtig ist eine Gang- und Laufanalyse, um den Fußeinsatz in Bewegung zu beobachten. Ein falscher Schuh kann Probleme über die Achse Sprung-, Knie-, Hüftgelenk weitergeben und damit langfristig zu Schmerzen führen.

Da die Anforderungen beim Nordic Walking etwas anders sind als beim Laufen, sollte auch der Schuh im Vergleich zum Laufschuh anders geartet sein. Beim Nordic Walken ist im Gegensatz zum Laufen stets ein Fuß am Boden, dies bedingt eine veränderte Abrollvorgang und geringere Aufprallkräfte. Ein Nordic Walking Schuh sollte deshalb zwar eine gute Dämpfung besitzen, kann aber härter abgestimmt sein als ein Laufschuh. Aufgrund der geringeren Bewegungsgeschwindigkeit beim Nordic Walking wird mit der ganzen Ferse aufgesetzt und bis zum Fußballen abgerollt, deshalb bietet sich im Sohlenbereich eine abgeschrägte Ferse an. Durch den vermehrten Einsatz im Gelände sind Sohlen mit grobem Profil und wasserabweisendes Obermaterial beim Nordic Walking von Vorteil.

Auch bei der Kleidung sollte man nicht unbedingt auf Marke „billig“ zurückgreifen. Gerade wer auch längere Touren plant, sollte auf funktionelle Bekleidung beim Nordic Walking achten. Die Materialien sollten aus Kunstfasern, keinesfalls aus Baumwolle bestehen. Baumwolle saugt sich voll mit Schweiß und hinterlässt ein unangenehm nasses Gefühl auf der Haut. Materialien aus Kunstfasern transportieren den Schweiß vom Körper weg nach außen und gewährleisten damit einen optimalen Wärmeaustausch. Im Winter ist es ratsam auf atmungsaktive Sportunterwäsche, die ebenfalls die Feuchtigkeit weg vom Körper leitet und Materialien mit Wind-Breaker Membranen als Kälteschutz zurück zu greifen. Generell ist der „Zwiebel-Look“ zu bevorzugen. Bei Bedarf können Kleidungsstücke einfach ausgezogen werden und eine zu hohe Schweißproduktion wird damit vermieden.

 

Nordic Walking Zubehör
Wenn der passende Stock, das richtige Schuhwerk und die funktionelle Bekleidung gefunden sind, dann steht dem gesunden Nordic Walking Erlebnis nichts mehr im Wege. Mit der Zeit ist dann zu überlegen, ob es sinnvoll ist, noch weitere Ausrüstungsgegenstände zu erwerben. Zum einen können Handschuhe, nicht nur bei kalter Jahreszeit, zusätzlichen Nutzen bringen. Sie verringern die Reibung und sorgen dafür, dass weniger hässliche Hornhaut durch die häufige Stockbenutzung an den Händen entsteht.

Wer Freude am regelmäßigen Nordic Walking gefunden hat und in Zukunft zielgerichtet trainieren möchte, für den empfiehlt es sich über die Anschaffung einer Pulsuhr nachzudenken. Durch ein herzfrequenzgesteuertes Training kann z.B. gezielt im "Fettverbrennungsbereich" trainiert werden oder eine Überlastung durch ein zu intensives Training vermieden werden. Die Pulsuhr der Wahl sollte eine EKG-genaue Herzfrequenzmessung garantieren, was z.B. bei Billig-Angeboten häufig nicht der Fall ist. Abweichungen von bis zu 20 Schlägen wurden hier ermittelt. Zudem sollte die Uhr leicht zu bedienen sein und nicht durch eine Überflutung an verschiedensten Funktionen verwirren. Das Vorhandensein einer Stoppfunktion mit Erfassung des Durchschnittspulses, die Möglichkeit Ober- und Untergrenzen für die Herzfrequenz einzugeben, sowie optischer und/oder akustischer Alarm bei Überschreiten bzw. Unterschreiten der eingegebenen Grenzen reichen für die meisten Belange völlig aus.

Gerade im Sommer, insbesondere bei Touren, die die Zeitdauer von 1 Stunde überschreiten, ist das Mitführen einer Trinkflasche wichtig.
Verloren gegangene Flüssigkeit kann auf diese Weise sofort ersetzt werden, was zur Aufrechterhaltung der sportlichen Leistungsfähigkeit notwendig ist.

Bereits bei Flüssigkeitsverlusten von 2 % des eigenen Körpergewichtes vermindert sich die Ausdauerleistungsfähigkeit. Das wären bei einer 60 kg schweren Frau gerade mal 1,2 l. Wenn man bedenkt, dass bei mittlerer Sportintensität mit einem Schweißverlust von 0,5-1 l stündlich zu rechnen ist (im Extremfall sogar bis zu 3 l), dann ist der Wert von 1,2 l schnell erreicht. In die meisten Trinkgürtel passt zusätzlich noch etwas Proviant, wie beispielsweise ein Riegel, der unterwegs ebenfalls hilfreich und lecker sein kann sowie der Schlüssel und das Handy.

Wer gern in der Dämmerung läuft oder auch auf die Sportausübung in der Dunkelheit nicht verzichten möchte, für den empfiehlt es sich eine Stirnlampe zu tragen. Damit sieht man und wird gleichzeitig gesehen.

Quelle:
www.nordicacademy.de

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 23. Februar 2010 um 18:49 Uhr
 
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