19 | 02 | 2018
Vorbericht SV 08 Auerbach I - TV Helmbrechts
Für die Handballer des SV 08 Auerbach steht an diesem Wochenende erneut ein Sonntagsspiel an. Dabei empfangen die Blau-Weißen mit dem aktuellen Tabellen-Fünften TV Helmbrechts das derzeit bestplatzierte oberfränkische Team der Landesliga. Vier Niederlagen stehen bei den „Füchsen“ sechs Siegen gegenüber, wobei der 26:25 Heimsieg gegen Favorit MTV Ingolstadt die Staffel durchaus aufhorchen ließ. Schon im Vorjahr lieferten sich Beide zwei knappe Partien und gewannen ihr Heimspiel jeweils mit einem Tor Unterschied. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 16:00 Uhr, das Vorspiel ab 14:00 Uhr bestreitet das Reserveteam gegen den HC Hersbruck e.V.

Wer sehen will, wo die nächste oder übernächste Generation von begabten Handballern heranwächst, der sollte am Samstag ab 10:01 Uhr in der Helmut-Ott-Halle vorbeischauen, denn da findet bis in den Nachmittag hinein ein Spieltag der Minis statt, mit Nachwuchs-Handballern im Alter von Vier bis Acht. Die Männer sind dann am Sonntagnachmittag dran. Diesmal erwartet die Mannschaft um Matthias Schnödt den Tabellenfünften TV Helmbrechts. Die Oberfranken sind bereits seit 2006 in der Landesliga unterwegs und gehören damit durchaus zu den „Dinos“ im bayerischen Handball. Dass man sich dabei seit vielen Jahren der Philosophie verschrieben hat, möglichst nur mit Spielern aus Helmbrechts und der Region zu arbeiten, macht den Erfolg umso bemerkenswerter.
In der vergangenen Saison lieferten sich beide Teams zwei enge Partien, die jeweils mit nur einem Tor Unterschied endeten, und auch in der Schlussabrechnung trennten die punktgleichen Vereine lediglich ein paar wenige Treffer. Angetreten mit einem kaum veränderten Team, läuft es aktuell für die Oberfranken recht gut. Nachdem man in der Vorbereitungszeit auf die neue Saison im Molten-Cup überraschend Bayernligist HaSpo Bayreuth aus dem Rennen geworfen hatte, verlief der Start in die Runde jedoch eher holprig. Nur zwei magere Pünktchen aus vier Spielen standen zu Buche. Danach jedoch ließ man vier Siege nacheinander folgen und arbeitete sich stetig in der Tabelle nach oben. Niederlagen beim Bayernliga-Absteiger HC Sulzbach, in Lauf und in Münchberg sowie zuhause gegen die SG Regensburg stehen somit bereits sechs Siege entgegen. Dabei ragt vor allem ein Heimsieg gegen den MTV Ingolstadt und damit gegen einen der Favoriten heraus.
„Helmbrechts ist sehr ausgeglichen besetzt, sie spielen eine gute Abwehr und haben mit Stefan Wopperer einen der besten Werfer der Liga“ weiß Matthias Schnödt zu berichten. Und tatsächlich ist Rückraumschütze Wopperer mit derzeit 77 Toren nach zehn Partien auf Platz Zwei der aktuellen Staffel- Torschützenliste zu finden. Er hat damit fast 30 Prozent aller „Helmätzer“ Treffer im Alleingang erzielt. Zudem haben die „Füchse“ ihr eingespieltes Team kaum verändert. Lediglich drei Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr wurden vermeldet, wobei sich zwei junge Spieler aus beruflichen oder studienbedingten Gründen dem Verein anschlossen und ein erfahrener ehemaliger TV-ler wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist. Christopher Früh (17), ein 1,93 Meter großer Rückraumspieler, kam vom MHV Schweinfurt 09 und ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet. Seit kurzem ist auch Student Lukas Zoller vom BSV Phönix Sinzheim 1971 (Baden- Württemberg) für den TV spielberechtigt. Wichtigster „Neuzugang“ ist jedoch Christian Peetz, den sein Beruf als Lehrer nach mehreren Jahren im Augsburger Raum nun wieder zurück nach Oberfranken geführt hat. Damit steht Spielertrainer „Niki“ Aust ein erfahrener Linksaußen zur Verfügung.
„Helmbrechts war schon in der vergangenen Saison ein unangenehmer Gegner“ so Matthias Schnödt. „Ich erwarte auch diesmal wieder zwei enge Spiele.“ Voraussetzung für einen Erfolg sieht er in „einer guten Abwehr und einem guten Umschaltspiel.“ Dazu steht ihm ein ähnliches Team zur Verfügung, wie noch am letzten Wochenende, was bedeutet, dass Matthias Edtbauer ebenso dabei sein kann, wie Raul Adam. Definitiv nicht an Bord werden Lukas Weisser und Thomas Bauer sein und auch Stefan Ziegler muss verletzungsbedingt pausieren. „Wir müssen gegen Helmbrechts 60 Minuten Vollgas geben, denn sie geben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen und kämpfen bis zum Schluss. Selbst nach hohen Rückständen versuchen sie immer wieder zurück ins Spiel zu kommen“ warnte Matthias Schnödt seine Schützlinge vor einem Spielverlauf wie am vergangenen Samstag. „Betrachtet man sich die Tabellensituation genauer, dann liegen sie nur einen Minuspunkt vor uns und wir spielen in eigener Halle vor eigenem Publikum – braucht es da noch mehr Motivation?“
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 23. November 2017 um 20:25 Uhr