18 | 01 | 2018
1.Mannschaft
Spielbericht SG Regensburg - SV 08 Auerbach I

Im ersten Oberpfalz-Derby des Jahres beim Top-Favoriten SG Regensburg unterlagen die Handballer des SV 08 Auerbach klar mit 30:22 (16:12). Spielertrainer Matthias Schnödt zeigte sich dennoch weniger enttäuscht als zuletzt, denn sein Team hatte die Vorgabe, möglichst lange im Spiel zu bleiben, fast 50 Minuten lang sehr gut umgesetzt. Trotz des am Ende um einige Tore zu hoch ausgefallenen Ergebnisses, sah Schnödt etliche positive Ansätze, auf denen sich für die kommenden Spiele aufbauen lässt. Während Regensburg wieder die Tabellenspitze übernimmt, bleibt Auerbach mit nun 9:17 Punkten auf Rang Zehn, zwei Pluspunkte vor dem ersten Abstiegsplatz.

SG Regensburg - SV 08 Auerbach: 30:22 (16:12)

Unterschiedlicher könnte die Bewertung zweier Niederlagen nicht ausfallen. Auch wenn die Niederlage im Derby gegen die SG Regensburg sogar noch um einen Treffer höher ausfiel, als in der Vorwoche gegen die HSG Fichtelgebirge, war Matthias Schnödt deutlich positiver gestimmt und zeigte sich vor allem mit der kämpferischen Leistung seines Teams zufrieden. „Wir hatten uns vorgenommen, hier möglichst lange mitzuhalten und uns nicht aus der Halle schießen zu lassen. Das haben die Jungs fast 50 Minuten sehr gut umgesetzt. Letztlich war die individuelle Stärke der Regensburger Spieler ausschlaggebend für die einige Tore zu hohe Niederlage." Vor allem die Defensive der Bergstädter in Zusammenarbeit mit einem sehr gut haltenden Raul Adam bot über weite Strecken eine überzeugende Leistung. So ließ man beispielsweise Marcel Elgeti, im Hinspiel mit zehn Toren noch erfolgreichster Werfer der SG, kaum zur Entfaltung kommen, sodass er sich fast ausschließlich auf Treffer vom Siebenmeterpunkt beschränken musste.

Dennoch sah es zunächst nach einer deutlichen Angelegenheit für den haushohen Favoriten aus, denn nach etwas mehr als fünf Minuten lagen die Hausherren bereits mit 4:1 in Front. Vor der, für einen Meisterschaftsfavoriten und souveränen Tabellenführer enttäuschend schwach besetzten Kulisse, ließ sich Auerbach allerdings nicht übermäßig beeindrucken. Vor allem der zuletzt mehrfach gescholtene Alexander Tannenberger drehte nun, sehr zur Freude des knappen Dutzends mitgereister blau-weißer Fans, auf und brachte seine Farben wieder ins Spiel. Bis zur 18. Minute erzielte er allein sechs seiner insgesamt 10 Treffer und konnte dabei kaum von der gegnerischen Abwehr gestoppt werden. Auerbach glich nicht nur aus, sondern übernahm in der 18. Minute sogar mit 7:8 kurzzeitig die Führung. Erst jetzt reagierte Trainer Kai-Uwe Pekrul mit einer Sonderbewachung für den Halblinken der Gäste. „Tanne hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht. Bis zu der Manndeckung war quasi jeder seiner Würfe ein Treffer" lobte Matthias Schnödt den besten Auerbacher Werfer des Tages. „Ich hoffe, er schöpft daraus das berechtigte Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben."

Regensburg antwortete mit einem vorentscheidenden Zwischenspurt, traf innerhalb der nächsten sechs Minuten bei nur einem Gegentor sechsmal und sah fünf Minuten vor der Pause wie der sichere Sieger aus (13:9). „Eine Mannschaft, die so individuell gut besetzt ist, bestraft jeden noch so kleinen Fehler" ärgerte sich Schnödt über einige unglückliche Aktionen und nahm auch sich dabei nicht aus der Kritik. Dennoch rechnete er seinem Team hoch an, dass es sich trotz des erneuten Rückstands nicht völlig aus der Bahn werfen ließ. Durch zwei weitere Treffer von Alexander Tannenberger und einen von Sebastian Bürger konnten die Gäste bis zur Pause wieder auf vier Tore verkürzen und gingen beim Stand von 16:12 in die Kabine.

Das erste Tor der zweiten Hälfte erzielte mit Maxim Pankraz ebenfalls ein Auerbacher, ein deutliches Zeichen, dass die Gäste das Spiel noch nicht abgeschrieben hatten. Ganz im Gegenteil hielt man den Rückstand konstant bei drei, vier Toren und ließ sich nicht abschütteln. Als Alexander Tannenberger in der 42. Minute per Strafwurf gar auf 20:18 verkürzte, keimte bei den Gästen noch einmal berechtigte Hoffnung auf einen positiven Ausgang auf. Selbst als Regensburg wieder zwei Tore nachlegte (22:18), war der blau-weiße Kampfgeist noch nicht erloschen und als Valentin Deml in der 50. Minute beim Stand von 23:19 vom Siebenmeterpunkt scheiterte, wäre auch die Gelegenheit gegeben gewesen.

„Leider haben wir ausgerechnet in dieser Phase Nerven gezeigt und unsere Chance nicht genutzt. Dann steht es eben nicht 23:20, sondern innerhalb kurzer Zeit 27:19 (55.)" so Schnödt hinterher. Die Gastgeber nutzten mit ihrer individuellen Klasse gnadenlos die Fehler der Auerbacher aus und rissen das Spiel endgültig an sich. In den letzten Minuten des entschiedenen Spiels verhalf Schnödt seinem Jugendtorhüter Max-Anton Seiffert noch zu ein paar Minuten Einsatzzeit, auch wenn dieser natürlich keinen Einfluss mehr nehmen konnte. Regensburg spielte den Sieg sicher nach Hause und gewann am Ende vielleicht etwas zu hoch mit 30:22.

„Wir haben heute Vieles gut gemacht, haben über weite Strecken eine gute Abwehr gespielt und hatten mit Raul Adam und Alexander Tannenberger unsere besten Akteure. Einstellung und Kampfgeist haben mich überzeugt, sodass ich das Gefühl habe, einen guten Schritt nach vorne gemacht zu haben. Wie schon im Hinspiel muss man sagen, dass Regensburg nicht unser Maßstab sein kann. Es kommt darauf an, die heutige Leistung für die nächsten Spielen zu konservieren, denn das sind die Gegner, mit denen wir uns messen müssen."

SV 08 Auerbach: Adam, Seiffert, Schnödt, Hofmann Mo., Brendel-Suchanek, Bürger (1), Ziegler, Eckert (2), Weisser (1), Herold (2), Hofmann A. (2), Pankraz (4), Schalanda, Tannenberger (10/3)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. Januar 2018 um 07:35 Uhr
 
Vorbericht SG Regensburg - SV 08 Auerbach I
Mit einem Oberpfalz-Derby starten die Handballer des SV 08 Auerbach in die Rückrunde, wenn sie am Samstag bei der SG Regensburg antreten. Die Domstädter, die sich im Laufe der Hinrunde als der große Favorit neben der TG Heidingsfeld etabliert haben, werden vom BHV zwar derzeit auf Platz Zwei geführt, haben jedoch zwei Spiele weniger als die Unterfranken. Mit dem besten Angriff der Staffel und der zweitbesten Abwehr verwundert es nicht, dass das spielstarke Team um Trainer Kai-Uwe Pekrul (53) bisher lediglich eine Niederlage hinnehmen musste. Anpfiff in der Kerschensteiner Halle ist um 17:30 Uhr.

Es wird nicht leichter für die Handballer des SV 08 Auerbach. Nach der bitteren Niederlage bei der HSG Fichtelgebirge und dem Abrutschen auf Rang Zehn, müssen die Bergstädter auch an diesem Spieltag wieder auswärts antreten. Mit der SG Regensburg besuchen sie einen Team, das im Verlauf der Hinrunde lediglich eine Niederlage hat hinnehmen müssen, pikanterweise beim Gegner der Auerbacher vom vergangenen Samstag. Da das Team um Trainer Kai-Uwe Pekrul bisher zwei Spiele weniger absolviert hat, als die TG Heidingsfeld, wird es vom BHV mit derzeit 20 Plus- und zwei Minuspunkten auf Platz Zwei geführt, obwohl die Unterfranken bei 21 Plus- bereits fünf Minuspunkte aufweisen. Dennoch befinden sich die Domstädter eindeutig auf Kurs in die Bayernliga, ein Ziel, das letztlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die 3. Liga darstellen soll. So zumindest wurden die Saisonvorgaben in den letzten Jahren formuliert.

Zu diesem Zweck wurde die Mannschaft, auch verursacht durch die „Scheidung“ vom mit viel Getöse in die Welt gesetzten Ostbayerischen Handballclub (OHC) und dessen Galionsfigur Fritz Zenk, umstrukturiert und mit sechs neuen Akteuren verstärkt. Hierbei wurde man speziell beim tschechischen Club Talent M.A.T Plzen fündig und verpflichtete gleich vier Spieler aus dem Nachbarland. Da macht es durchaus Sinn, dass auch der Co-Trainer aus Tschechien stammt. Vor allem Šimon Rada (22) im Tor erwies sich als Glücksgriff, aber auch Karel Kveton (27) ergänzt sich prima mit seinem im Vorjahr verpflichteten Kollegen am Kreis Tomáš Turek(27). Doch die interne Torschützenliste wird angeführt von drei Spielern aus der näheren Umgebung. An dritter Stelle rangiert derzeit mit insgesamt 61 Treffern Neuzugang Valentin Deml (19). Der Linksaußen kam von der SG Naabtal und ist der Jüngste im Team. Den zweiten Platz nimmt mit insgesamt 67 Toren Florian Uhl (21) ein. Er kam bereits in der vergangenen Saison vom TSV Neutraubling und agiert auf der rechten Außenposition. Noch ein Jahr früher kam, ebenfalls aus Neutraubling, der unangefochtene Spitzenreiter Marcel Elgeti (23). Mit insgesamt 79 Toren zählt der torgefährliche Halblinke zu den sechs besten Werfern der gesamten Staffel.

„Regensburg war in der Vorrunde der spielstärkste unserer Gegner, und das bereits am ersten Spieltag“ erinnert sich Matthias Schnödt an die deutliche 24:34 Niederlage im ersten Spiel der Saison. „Inzwischen haben sie sich noch besser gefunden und ihre Spiele meist deutlich gewonnen.“ Damit spricht er auch das Verhältnis von erzielten und erhaltenen Toren an. Mit fast 33 Toren pro Spiel stellt die SG den torgefährlichsten Angriff der Staffel, während sie auf der anderen Seite lediglich 23,5 Tore im Schnitt hinnehmen muss, der zweitbeste Wert nach der TG Heidingsfeld (21,5). „Es wird sehr schwer werden, in Regensburg zu bestehen“ so Schnödt. „Zumal Valentin Kroher nicht dabei sein kann.“ Der junge Torhüter laboriert an einer Knieverletzung aus dem Spiel in Marktredwitz. Fraglich sind Moritz Hofmann, der noch immer krank und Linksaußen Florian Wehner, der angeschlagen ist. Dafür wird wohl Maxim Pankraz mit von der Partie sein und wahrscheinlich auch Jugendtorhüter Max-Anton Seiffert. Mit welchem Team die SG antreten wird, ist fraglich, denn das letzte Spiel beim Aufsteiger HC Forchheim bestritt man mit einem durch Verletzungen und Krankheit stark dezimierten Kader. Da jedoch die Partie, die trotz aller Widrigkeiten klar mit 21:33 gewonnen wurde, bereits am 16. Dezember stattfand, dürfte man seither ausreichend Zeit gehabt haben, Blessuren und Krankheiten auszuheilen.
„Auch wenn es sehr schwer wird, ist das Spiel eigentlich eines der einfacheren, denn wir können ohne Druck spielen. Regensburg ist haushoher Favorit und wir haben nach der Papierform nicht einmal eine Außenseiterchance.“ Damit mahnte Schnödt die seit Wochen im Raum stehenden Vorgaben an, man benötige „eine aggressivere und wachsamere Abwehr, besseres Torhüterspiel und eine deutlich konzentriertere Chancenverwertung, angefangen bei der Effektivität beim Siebenmeter.“ Für das Derby in Regensburg lautet daher die Vorgabe auch eher vorsichtig: „Wir wollen uns gut verkaufen und das Spiel so lange wie möglich offen halten.“ Andererseits heißt es ja immer, dass Geschichte sich wiederholt. Warum also sollte „David“ Auerbach nicht mit etwas mehr Selbstbewusstsein zu „Goliath“ Regensburg fahren und, ähnlich wie vor knapp einem Jahr, dem Favoriten ein Stolperstein sein?
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Januar 2018 um 20:43 Uhr
 
Spielbericht HSG Fichtelgebirge - SV 08 Auerbach I
Mit einer verdienten, wenn auch am Ende etwas zu hoch ausgefallenen Auswärtsniederlage bei der HSG Fichtelgebirge endete das erste Spiel des Jahres für die Handballer des SV 08 Auerbach. Nach Problemen mit der Chancenverwertung in der ersten, war es vor allem eine schwache Defensive in der zweiten Hälfte, weshalb die Oberpfälzer über weite Strecken des Spiels einem Rückstand hinterher liefen. Durch die Niederlage tauschte der SV 08 mit den Fichtelgebirglern den Platz und liegt mit nun 9:15 Punkten auf Rang Zehn, nur noch zwei Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

  HSG Fichtelgebirge - SV 08 Auerbach: 35:28 (13:9)

Da wäre durchaus mehr drin gewesen für die Handballer des SV 08 Auerbach. In einem Spiel, in dem sich zwei Teams gegenüber standen, die beide über weite Strecken mit Problemen zu kämpfen hatten, gab am Ende die bessere mentale Einstellung den Ausschlag zugunsten der Gastgeber. Denn auch wenn Auerbach schon in den ersten Minuten mit großen Problemen in der Chancenverwertung zu kämpfen hatte, gelang es den Hausherren zunächst nicht, Kapital daraus zu schlagen. Immer wieder scheiterten sie an der relativ gut stehenden Abwehr der diesmal in Grün-Weiß spielenden Oberpfälzer. Vor allem Johannes Wippenbeck konnte sich kaum entscheidend in Szene setzen und so stand es in der 16. Minute gerade einmal 5:5.

Bedenkt man, dass bis dahin Auerbach bereits zwei Siebenmeter vergeben und eine Strafzeit abgesessen hatte, erkennt man schnell, dass die Gäste frühzeitig eine gute Chance vergaben, den Gegner trotz harzlosem Spielgerät zu beeindrucken. Vielmehr ließ schon jetzt bei einigen der Auerbacher die Körperspannung zu wünschen übrig. „Wir gehen in das Spiel, zeigen von Anfang an gewisse Schwächen im Abschluss und liegen dennoch nach einer Viertelstunde gleich auf" beklagte Matthias Schnödt vor allem die Körpersprache seines Teams. „Anstatt Kapital aus der Unsicherheit des Gegners zu schlagen, geben wir frühzeitig das Spiel aus der Hand."

Innerhalb der nächsten fünf Minuten gelangen den Gastgebern vier unbeantwortete Treffer zum fast schon vorentscheidenden 9:5. Zwischenzeitlich hatte Maximilian Hofmann in der 19. Minute erneut einen Strafwurf vergeben, hatte dabei den Torhüter im Gesicht getroffen und war dafür mit der Rote Karte bestraft worden. „Der Torhüter hat mir zwar direkt danach gesagt, er selbst hätte keine „Rote" gegeben, weil er beim Wurf seinen Kopf in Richtung Ball bewegt hat und deshalb getroffen wurde, aber die Schiedsrichter haben eben so entschieden" erklärte Hofmann nach dem Spiel. Ohne Hofmann verblieb Matthias Schnödt als der einzige Routinier auf Seiten der Gäste. Der Spielertrainer wollte nun noch mehr Verantwortung auf dem Spielfeld übernehmen und mutete sich streckenweise zuviel zu. Auerbach erholte sich von dem Zwischenspurt der Fichtelgebirgler nicht mehr und ging mit dem Vier-Tore- Rückstand in die Pause (13:9).

Die zweite Hälfte begann mit einem Tor von Karsten Herold, der im Zusammenspiel mit Matthias Schnödt vor allem in der zweiten Hälfte mehrere sehenswerte Aktionen hatte. Auch Alexander Hofmann konnte sich mehrmals gut in Szene setzen und über die Mitte abschließen. Auch wenn man nun offensiv deutlich sicherer und konzentrierter agierte, gelang es den Grün-Weißen nicht, den Gastgebern entscheidend näher zu kommen. Vielmehr ließ man der HSG viel zu oft leichtes Spiel, kämpfte sich mehrmals auf drei Tore Rückstand heran, nur um sich dann in der Abwehr wieder fast ohne Gegenwehr düpieren zu lassen.

Das machte es den Hausherren einfach, das Spiel zu kontrollieren. Die HSG verwalteten geschickt ihren Vorsprung, ließ den Ball sicher und schnell laufen und baute die Führung zwischenzeitlich auf sechs Tore aus. Nun kamen auch immer mehr die Rückraumwerfer zum Zuge und hatten weder mit der Abwehr der Gäste, noch mit den Torhütern schwierige Hürden zu überwinden. Am Ende stand eine verdiente, wenn auch etwas zu hohe Niederlage für die Bergstädter zu Buche.

Am kommenden Wochenende geht es für die Schnödt-Sieben zum Meisterschafts-Mitfavoriten SG Regensburg, bevor man am 20. Januar den Aufsteiger HSV Hochfranken in der Helmut-Ott-Halle empfängt. „Auch wenn sich nicht viel an der Vorgabe geändert hat, dass wir in möglichst jedem Heimspiel punkten sollten, befinden wir uns spätestens ab jetzt wieder einmal in einer Situation, die wir eigentlich vermeiden wollten" ärgerte sich Matthias Schnödt über die schwache Vorstellung seines Teams. „Wir dürfen uns nicht den kleinsten Ausrutscher mehr erlauben und haben ständig den Druck, nicht nur gegen die Teams, die in der Tabelle hinter uns stehen, gewinnen zu müssen."

SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (5/1), Schnödt (5/1), Brendel-Suchanek, Weisser (3), Bürger (1), Eckert (1), Ziegler, Herold (4), Wehner (3), Hofmann A. (6), Schalanda, Hofmann M. 
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Januar 2018 um 07:39 Uhr
 
Vorbericht HSG Fichtelgebirge - SV 08 Auerbach I
Mit einem Auswärtsspiel beim direkten Tabellennachbarn HSG Fichtelgebirge starten die Handballer des SV 08 Auerbach ins Jahr 2018. Nach einem holprigen Start und einer wechselhaften Hinrunde liegen die Oberfranken derzeit auf Platz Zehn und haben nur einen Pluspunkt Rückstand auf den SV 08, wobei die Bergstädter ein Spiel weniger absolviert haben. Zuletzt zeigte die Formkurve des Vorjahres-Fünften zwar wieder eher nach oben, dennoch hat man gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und will den Anschluss an das Mittelfeld nicht verlieren. Anpfiff in der städtischen Sporthalle in Marktredwitz ist um 16:30 Uhr.

„Schon ein Punkt wäre Gold wert." Mit diesen Worten beendete Matthias Schnödt seine Aussicht auf das kommende Spiel. Dabei warnte er sein Team vor allem vor der torgefährlichen Rückraum-Reihe der Oberfranken. „Die HSG hat mit Johannes Wippenbeck, Erik-Ludwig Hammer und Markus Tröger einen sehr dominanten Rückraum." Wippenbeck (24), der bereits in der letzten Saison bester Torschütze im Team war, beweist auch in der laufenden Saison immer wieder, dass er zu den besten Werfern der Liga gehört und belegt mit insgesamt 70 Treffern derzeit Platz Sieben in der aktuellen Torschützenliste der Nord-Staffel. Seine beiden Kollegen, die in dieser Liste ebenfalls unter den 20 Besten sind, haben bisher jeweils 53 Tore erzielt. Daneben hat sich Markus Tröger inzwischen als Chef der Abwehrreihe etabliert. Hinter dieser Reihe steht mit dem Tschechen Miroslav Broško ein erfahrener Torhüter, der schon häufig manchen gegnerischen Werfer zur Verzweiflung und seinem Team den nötigen Rückhalt gebracht hat.

An diesen Akteuren liegt es also nicht, dass die HSG, ähnlich wie in der vergangenen Saison, auch diesmal wieder eher holprig in die Saison gestartet ist. Dabei wollte man bei den Oberfranken wieder zu einer gewissen Ruhe und Beständigkeit zurückkehren. Nachdem man mit Trainer Dieter Schmidt (62) in der Saison 2014/15 die Runde auf dem dritten Platz abgeschlossen und damit das beste Ergebnis seit Gründung der HSG vor 15 Jahren erreicht hatte, verpflichtete man mit Vladimir Haber einen international erfahrenen Übungsleiter. Doch bereits nach einer Saison, in der man bis zuletzt gegen den Abstieg zu kämpfen hatte, trennte man sich wieder von Haber und übergab das Ruder an Ingo-Ludwig Hammer (47), während Dieter Schmidt das neu geschaffene Amt des Sportlichen Leiters übernahm. Da es sportlich aufwärts ging und die Oberfranken mit Platz Fünf auf dem Weg zu alter Stärke waren, war für die Saison 2017/18 geplant, dass Hammer weiterhin als Übungsleiter  fungieren sollte. Beruflich stärker eingespannt, sollte er Unterstützung von Abwehrchef Stefan Tröger als gleichberechtigtem Trainer erhalten. Diesem wurde jedoch eine Lehrerstelle in Neuburg an der Donau zugewiesen, weshalb er nicht für die HSG tätig werden konnte. Knapp zwei Wochen vor Beginn der Saison legte daraufhin auch Hammer das Amt als Trainer nieder, weil wegen seiner höheren beruflichen Belastung eine sinnvolle Betreuung des Landesligisten nicht mehr möglich war.

Eile war geboten, einen Trainer zu finden. Doch warum in die Ferne schweifen? Dieter Schmidt übernahm erneut das Ruder und soll das Team wieder in die oberen Regionen der Tabelle führen. Der neue Sportliche Leiter Daniel Bralic, selbst noch auf Linksaußen aktiv, freute sich darüber, dass die Mannschaft diese Lösung in vollem Umfang mittrage. „Schmidt kennt unsere Strukturen, benötigt keine lange Einarbeitungszeit und kann sofort auf 100 Prozent hochfahren." Dennoch lief es zunächst nicht wirklich gut. Mehrere teils deutliche Niederlagen ließen die Fichtelgebirgler immer weiter in Richtung Abstiegsränge rutschen. Selbst zuhause war man nicht mehr vor Niederlagen gefeit, obwohl man doch die letzte Runde als eines der besten Heim-Teams abgeschlossen und in 13 Spielen nur zwei Niederlagen und ein Remis hatte hinnehmen müssen. Hierbei hatte man möglicherweise das eine oder andere Mal vom in der Halle geltenden Haftmittelverbot profitiert. Zuletzt jedoch ließ sich eine gewisse Trendwende erkennen. Nach einer deftigen Heim-Pleite am neunten Spieltag gegen den TV Münchberg (29:36) folgten zwei souveräne Siege gegen die Aufsteiger MTV Stadeln (23:35) und HC Forchheim (32:20), bevor man sich kurz vor der Weihnachtspause beim Tabellen-Zweiten HSG Lauf/Heroldsberg mit 35:28 beugen musste.

Für Auerbach, das ohne Raul Adam und voraussichtlich auch ohne den erkrankten Maxim Pankraz antreten muss, wird es am Samstag einerseits darauf ankommen, das Harzverbot auszublenden, andererseits durch eine aggressive Abwehr die Rückraumschützen der HSG zu bremsen. „Auswärts ist es immer schwer" wies Matthias Schnödt darauf hin, dass sein Team in der laufenden Runde erst drei Punkte in fremden Halle ergattern konnte. „Wir brauchen eine gute Abwehr und gutes Umschaltspiel. Allerdings waren wir in der letzten Saison schon knapp dran (26:25), warum sollten wir diesmal nicht etwas Zählbares ergattern? Schon ein Punkt wäre Gold wert."
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 05. Januar 2018 um 17:39 Uhr
 
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