19 | 02 | 2018
1.Mannschaft
Spielbericht HSG Lauf-Heroldsberg - SV 08 Auerbach I
Mit einer deutlichen 31:24 (13:13) Niederlage im Gepäck kehrten am Samstagabend die Handballer des SV 08 Auerbach vom Spiel beim Spitzenreiter HSG Lauf/Heroldsberg zurück. Dabei enttäuschte vor allem die Höhe des Ergebnisses, da es keinesfalls den Spielverlauf wiederspiegelt. Vor etwa 250 Zuschauern hatten die Oberpfälzer die Partie 45 Minuten lang fast ausgeglichen gestaltet. Matthias Schnödt versuchte gegen Ende mit allen taktischen Möglichkeiten die Niederlage abzuwenden, jedoch ließ sich die Abwehr der Blau-Weißen in der Schluss-Viertelstunde zu oft zu leicht überrumpeln. Mit nun 9:9 Punkten belegt Auerbach weiterhin Rang Acht.

HSG Lauf/Heroldsberg - SV 08 Auerbach 31:24 (13:13)

„Die Spanne unseres Spiels reicht heute von durchaus akzeptabel bis bescheiden" lautete das Fazit vor Spartenleiter Paul Rupprecht. Dabei zeigte er sich vor allem von den ersten 45 Minuten angetan, in denen die Gäste absolut auf Augenhöhe mit dem Spitzenreiter agierten. Einzig mit den gekonnt und druckvoll vorgetragenen Kreuzbewegungen der Mittelfranken hatte die Defensive der Auerbacher von Beginn ihre Probleme, sodass sich vor allem Rückraumwerfer Florian Funke immer wieder gut in Szene setzen konnte. Dennoch ließ sich die Schnödt-Sieben nicht übermäßig beeindrucken und hielt dagegen. Vor allem Maxim Pankraz zeigte wieder einmal, wie wichtig er für das Team inzwischen geworden ist. Bis zu seinem vierten Treffer in der zehnten Minute stand er als einziger Torschütze auf der Auerbacher Liste. Das änderte sich erst, als kurz danach Karsten Herold den von etwa 25 mitgereisten Fans lautstark bejubelten Führungstreffer zum 4:5 erzielte.

Dann jedoch folgte eine kurze Phase der Ernüchterung für Blau-Weiß. Fünf Tore am Stück brachten eine erste Vier-Tore-Führung für die Gastgeber und hätte nicht Valentin Kroher in der 17. Minute seinen ersten von insgesamt drei Strafwürfen entschärft, wäre das Zwischenergebnis noch deutlicher ausgefallen. Auerbach ließ sich jedoch nicht entmutigen, kämpfte sich Schritt für Schritt wieder heran und profitierte dabei auch von zwei Strafzeiten gegen die Gastgeber. Florian Wehner, der sich in seinem zweiten Einsatz für die Bergstädter deutlich verbessert zeigte, erzielte in der 24. Minute bereits den 11:10 Anschlusstreffer. Als kurz danach Daniel Schalanda gar den Ausgleich folgen ließ, legte Markus Korn die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, nur um kurz darauf den Führungstreffer der Gäste durch Maxim Pankraz mit ansehen zu müssen (11:12). Wenige Minuten später beendete die Sirene eine ausgeglichene erste Halbzeit beim Stand von 13:13.

Die ersten Akzente nach dem Wiederanpfiff setzten die Gastgeber und erspielten sich innerhalb von 90 Sekunden mit einem 3:1-Lauf wieder eine knappe Führung. Doch auch jetzt noch war kein wirklicher Unterschied zwischen den Teams zu erkennen, denn auch wenn sich die Auerbacher in der Abwehr immer wieder als großzügig erwiesen und den Gastgebern viel zu einfache Tore überließen, taten sie sich dafür im Vorwärtsgang gütlich und hielten dagegen. Es gelang ihnen sogar, bis zur 36. Minute wieder auszugleichen, wobei sich dreimal Florian Wehner in die Torschützenliste eintrug. Vier Minuten später wurde Karsten Herold wegen einer Abwehraktion für zwei Minuten auf die Bank verbannt. Den anschließenden Strafwurf konnte Valentin Kroher ebenso parieren, wie einen weiteren Siebenmeter eine Minute später.

Jan Wislicenus, der trotz deutlich spürbarer Einschränkung auflief, erzielte in der 43. Minute noch einmal einen Anschlusstreffer (21:20), doch nach dem 22:20 durch Karsten Herold in der 45. Minute spürte man den Sand im Getriebe der Gäste. Mehrmals überließ man durch Fehler den Gastgebern den Ball, stellte ihm kaum noch eine effektive Abwehr entgegen und ermöglichte ihm viel zu einfache Tore. Matthias Schnödt versuchte nun mit allen möglichen taktischen Varianten die drohende Niederlage noch abzuwenden. So ließ er zeitweilig einen, dann zwei Angreifer in Manndeckung nehmen, versuchte es mit dem siebten Feldspieler und letztlich sogar mit komplett offener Manndeckung, doch die HSG fand immer wieder eine Lösung und einen einfachen Weg zum Gästetor. Spätestens als Max von Borstel in der 58. Minute mit einem Ball ins leere Auerbacher Tor das 29:22 erzielte, war das Spiel endgültig entschieden.

„Die letzte Viertelstunde war eher durchwachsen" sagte Paul Rupprecht hinterher. „Es war fast zum verzweifeln, denn nichts was wir versucht haben, hat richtig funktioniert. Wir haben es Lauf am Ende viel zu leicht gemacht. Auch wenn wir nicht unbedingt damit gerechnet hatten, hier heute etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, so ist die Höhe der Niederlage im Hinblick auf die ersten 45 Minuten etwas zu hoch und letztlich doch enttäuschend."

SV 08 Auerbach: Kroher, Tannenberger (2), Bauer, Brendel-Suchanek, Bürger, Edtbauer (2), Wislicenus (2), Herold (3), Hofmann A. (1), Wehner (4), Pankraz (9/2), Schalanda (1), Eckert
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. November 2017 um 19:26 Uhr
 
Spielbericht SV 08 Auerbach - HC Forchheim
Mit einem deutlichen 32:27 (13:8) Sieg setzten sich am Sonntag die Handballer des SV 08 Auerbach vor knapp 250 Zuschauern auch in der Höhe verdient gegen den Tabellen-Vorletzten HC Forchheim durch. Nach einer vor allem defensiv starken ersten und einer über weite Strecken offensiv besseren zweiten Halbzeit hätten die Gastgeber durchaus höher gewinnen können. Dennoch zeigte sich Trainer Matthais Schnödt mit dem Spiel seines Teams und dem Ergebnis durchaus zufrieden. Auerbach belegt mit nun 9:7 Punkten weiterhin Platz Acht, zwei Tore hinter dem punktgleichen ASV Cham, der am Vortag beim HSV Hochfranken mit 19:24 gewonnen hatte.

SV 08 Auerbach - HC Forchheim 32:27 (13:8)

„Ein besonderes Lob möchte ich heute Jan Wislicenus aussprechen" betonte Manager Peter Hackenberg nach dem Spiel. „Er hat sich trotz seiner verletzten Schulter ins Getümmel geworfen, war nach vorne druckvoll und in der Abwehr aggressiv." Leider wurde der junge Mittelmann bei einer Angriffsaktion gegen Ende des Spiels unnötig ruppig von der Forchheimer Abwehr am Wurfarm von den Beinen geholt, sodass er das Spiel nicht auf dem Feld beenden konnte. „Ich befürchte, dass er nächste Woche nicht dabei sein kann" bedauerte auch Matthias Schnödt die Verletzung seines Spielmachers. Doch nicht nur Wislicenus verdiente sich ein Sonderlob. Auch Sebastian Bürger trug einen großen Anteil am Vorsprung der Blau-Weißen zur Pause. Abgestellt als Sonderbewacher auf vorgezogenem Posten verrichtete er seine Defensivaufgabe mit Bravur und hielt den Forchheimer halblinken Rückraum-Shooter Stefan Bauer über weite Strecken in Schach, sodass dieser lediglich vier seiner am Ende dennoch überzeugenden 12 Treffer erzielen konnte.

Allerdings muss man die gesamte Abwehrreihe der Gastgeber diesmal für ihre Leistung in der ersten Hälfte loben. Gestützt auf gute Paraden von Valentin Kroher, der vor allem einige freie Bälle der Forchheimer entschärfte, zeigte sich der Auerbacher Defensivverbund von Beginn an sehr aufmerksam und aggressiv. „Wenn wir ähnlich erfolgreich nach vorne agiert hätten, hätten wir zur Halbzeit noch deutlicher führen können" ärgerte sich Matthias Schnödt. Leider taten sich die Blau-Weißen im Vorwärtsgang selbst etwas schwer, vergaben einige gute Chancen oder rannten sich in der Abwehr der Gäste fest. So stand es nach über 13 Minuten erst 4:2. Dann jedoch konnte man erkennen, dass Auerbach seine Nervosität besser in den Griff bekam. Forchheim tat ein Übriges dazu, produzierte Fehler am laufenden Band und gab so den Ball immer wieder unnötig ab. Die Blau-Weißen zogen zur Begeisterung der fast 250 Zuschauer unaufhaltsam davon, bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf sieben Treffer aus und hielten den Gegner bis zur Pause scheinbar problemlos auf Distanz. Beim Stand von 13:8 wurden die Seiten gewechselt.

Auch in der zweiten Halbzeit lief, mit Ausnahme einiger Entscheidungen der Unparteiischen, vieles zugunsten der Gastgeber. Schon in den ersten 30 Minuten waren einige Pfiffe zum Unverständnis der Bergstädter ertönt und auch jetzt brachten die Unparteiischen nicht nur die Tribüne, sondern auch die Akteure auf und neben dem Feld gegen sich auf. Dennoch waren es die Gastgeber, die, ob der relativ sicheren Führung, klar besser mit der unnötig aufgeheizten Stimmung zurecht kamen. Auch wenn man nun durch einige Wechsel nicht mehr so sicher in der Abwehr stand und Stefan Bauer einen Treffer nach dem anderen erzielte, hielt man das Heft des Handelns stets sicher in der Hand und ließ den Gast nicht näher als kurzzeitig auf vier Treffer herankommen.

Hatten vor der Pause die Abwehrspieler ihren großen Auftritt, so trat nun Maxim Pankraz immer mehr in den Vordergrund. Der junge Halbrechte überwand ein ums andere Mal per Schlagwurf nicht nur die Forchheimer Abwehr, sondern auch Gästetorhüter Clemens Rein, der wegen des Fehlens von Matthias Müller komplett durchspielen musste und ebenfalls keinen guten Tag erwischt hatte. „In der zweiten Hälfte haben wir deutlich besser und sicherer abgeschlossen, waren aber in der Abwehr ein ums andere Mal viel zu spät dran und haben es dadurch dem Gegner zu leicht gemacht. 19 Tore in einer Halbzeit in eigener Halle zu bekommen, das ist einfach zu viel. Wir hätten ja die zweite Hälfte fast noch verloren" sagte Matthias Schnödt im Nachgang. D

ennoch zeigte er sich weniger enttäuscht über das Spiel seiner Mannschaft, als vielmehr darüber, dass sie sich selbst die Belohnung ihrer guten Leistung vor dem Pausenpfiff noch geschmälert haben. „Man hat einfach die teilweise Unerfahrenheit gesehen. Es ist wirklich schade, wenn man kurz vor dem Ende mit acht oder neun Toren führt und sich zuletzt mit fünf zufrieden geben muss." Gleichzeitig blickte er wie immer bereits eine Woche voraus. „Wir haben jetzt Neun Punkte und vor allem einige Gegner aus dem unteren Drittel hinter uns gelassen. Nächste Woche beim derzeit übermächtig scheinenden Tabellenführer in Lauf haben wir quasi ein Bonusspiel, in dem wir relativ befreit aufspielen können, weil wir nichts zu verlieren haben, ja eigentlich nur gewinnen können."

Statistik:
SV 08 Auerbach: Kroher, Adam, Tannenberger (5), Bauer (1), Bürger, Brendel-Suchanek, Edtbauer (4), Eckert (1), Wislicenus (7), Herold (2), Hofmann A. (1), Pankraz (9/2), Wehner (1), Schalanda(1)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. November 2017 um 19:27 Uhr
 
Vorbericht HSG Lauf-Heroldsberg - SV 08 Auerbach I
Mit einer Rumpftruppe treten am Samstag die Handballer des SV 08 Auerbach bei der HSG Lauf-Heroldsberg und damit beim derzeitigen Tabellenführer an. Geht es nach Trainer Matthias Schnödt, dann haben die Oberpfälzer eines der einfachsten Spiele der Saison vor der Brust, denn sie könnten gegen den haushohen Favoriten unbeschwert aufspielen und wie im Vorjahr versuchen, das Kunststück zu wiederholen, einen Auswärtspunkt zu ergattern. Für mitreisende Fans sei darauf hingewiesen, dass das Spiel nicht in Lauf, sondern in der Gründlachhalle in Heroldsberg stattfindet. Diese wird derzeit saniert, wodurch sich auch die Zufahrt etwas schwierig gestaltet. Anpfiff ist um 19:00 Uhr.

Nach dem überzeugenden und zu keiner Zeit gefährdeten Heimsieg gegen den Tabellen-Vorletzten HC Forchheim treten die Handballer des SV 08 Auerbach diesmal gegen einen der Top-Favoriten auf den Meistertitel an. „Die Laufer stehen momentan dort, wo ich und viele Andere sie schon in der letzten Saison erwartet haben“ erklärte Matthias Schnödt. Schon damals galten die Mittelfranken als heißer Kandidat für den Aufstieg in die Bayernliga. Doch nach einem guten Start kamen sie aus diversen Gründen ins Schleudern, wiesen zum Ende der Hinrunde gerade einmal 13:13 Punkte aus und lagen im Mittelfeld der Tabelle. Auch die Rückrunde gestaltete sich eher holprig, sodass am Ende sogar das Abstiegsgespenst in Lauf umging. Mit einem klaren 37:18 Kantersieg gegen die bereits als Absteiger feststehende HSG Rödental-Neustadt konnte man erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern und landete letztlich mit 26:26 Zählern auf Rang Neun, einen Platz vor den punktgleichen Auerbachern.
In der aktuellen Runde klappt es deutlich besser und Matthias Schnödt weiß auch warum. „Sie haben ein überdurchschnittlich stark besetztes und spielstarkes Team, mit guten Leuten im Rückraum und am Kreis. Außerdem stellen sie eine aggressive Abwehr und haben mit MvB einen der besten Torhüter der Liga.“ Damit wäre auch schon grob umrissen, was auf die Bergstädter zukommt. Neben den in Auerbach bestens bekannten Max von Borstel (MvB) im Tor und Daniel Laugner am Kreis sind vor allem die beiden Rückraumakteure Florian Funke und Jens Scheuerer zu nennen. Funke, der in Bayreuth und Sulzbach schon mehrere Jahre Bayernliga-Erfahrung sammeln konnte, war in der laufenden Saison erst sechsmal am Start, hat aber mit 29 Toren fast fünfmal pro Spiel getroffen. Unangefochten an der Spitze der Torschützen, nicht nur im Team, sondern auch in der Staffel, liegt aber Jens Scheuerer. Mit 69 Toren in acht Spielen führt er die Liste der Nord-Staffel an und hat damit pro Spiel sogar mehr Tore erzielt als Manuel Riemschneider vom Eichenauer SV, der mit 74 Treffern in neun Partien die Süd-Staffel klar dominiert. Insgesamt gesehen stellen die Mittelfranken aktuell den besten Torschützen, die zweitbeste Angriffsreihe und die zweitbeste Abwehr der Staffel. Nicht umsonst stehen sie also nach acht Siegen und nur einer knappen Niederlage beim MTV Ingolstadt an der Spitze der Tabelle, auch wenn man nicht außer Acht lassen sollte, dass von den neun bisher gespielten Partien sechs in eigener Halle stattfanden. Das Spiel gegen Auerbach bedeutet für Trainer Markus Korn und sein Team gleichzeitig das siebte Heimspiel insgesamt und das vierte in Folge.
Da kommt es für Matthias Schnödt zur Unzeit, dass ihm ausgerechnet an diesem Wochenende nur eine Rumpftruppe zur Verfügung steht. Jan Wislicenus wird wegen seiner Schulterverletzung ebenso ausfallen, wie Raul Adam, der verhindert ist und Schnödt selbst, dessen Hand inzwischen zwar schmerzfrei aber noch nicht stabil genug für einen Einsatz ist. Lukas Weisser und Max-Anton Seiffert sind in der A-Jugend- Bayernliga beim TuS Fürstenfeldbruck aktiv und Thomas Bauer kann aus beruflichen Gründen ebenfalls nicht aushelfen. „Ich weiß nicht einmal, ob wir überhaupt einen zweiten Torhüter dabei haben werden“ umschrieb Matthias Schnödt die personellen Probleme für Samstag. Dennoch will er nicht den Eindruck erwecken, man wolle das Spiel abschenken. „Wir wollen uns möglichst gut verkaufen. Dafür brauchen wir vor allem eine konzentrierte und aggressive Abwehrleistung. Leider wird uns gerade da Jan (Wislicenus) sehr fehlen.“ Doch auch gegen die zweitbeste Defensivreihe der Staffel müssen sich die Bergstädter etwas einfallen lassen. „Wir müssen unser Angriffsspiel konzentriert und geduldig vortragen und dürfen die Chancen, die sich uns bieten, nicht auslassen.“ Schnödt und sein Team wissen, dass es einerseits schwer wird, dass sie andererseits aber auch ohne Druck ins Spiel gegen den Favoriten gehen können. „Eigentlich haben wir keine Chance, aber die wollen wir nutzen“ lautet deshalb die Vorgabe für Samstagabend.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. November 2017 um 19:20 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - HC Forchheim
Am Sonntag empfangen die Handballer des SV 08 Auerbach den aktuellen Tabellen-Vorletzten HC Forchheim und treten damit bereits zum vierten Mal gegen einen Aufsteiger an. Nach dem glücklichen Auswärtspunkt vor einer Woche erwartet Trainer Matthias Schnödt für das Heimspiel von Beginn an eine konzentriertere Leistung und hofft gleichzeitig auf einen gewissen Motivationsschub durch Neuzugang Florian Wehner. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist um 16:00 Uhr, bereits um 12:00 Uhr spielen die männliche C-Jugend gegen den HC Hersbruck und um 14:00 Uhr die Zweite Mannschaft gegen die HG im TV 1861 Amberg.

Als die 1. Männermannschaft des SV 08 Auerbach letztmalig auf ein Team aus Forchheim traf, ging es für die Oberpfälzer um nicht weniger als den Aufstieg in die Bayernliga. Unterstützt von einem riesigen Tross blau-weißer Fans gewann man damals in Forchheim und beendete mit dem Meistertitel eine äußerst erfolgreiche Saison. Zu jener Zeit firmierten die Oberfranken noch unter dem Namen VfB 1861 Forchheim und waren die größte und erfolgreichste Abteilung des ältesten Sportvereins der Stadt. Nachdem seit der Saison 2011/12 bereits die Jugendteams unter dem neu gegründeten Handball Club (HC) Forchheim antraten, folgten in der Saison 2012/13 auch die Erwachsenen-Mannschaften. Auch wenn der HC nach mehreren Jahren in der BOL nun als Aufsteiger in die Landesliga zurückkehrt, darf man nicht übersehen, dass in Forchheim viele Jahre sehr erfolgreich gearbeitet wurde. So spielte die Mannschaft in den Jahren 2001/02 und 2003 bis 2007 in der Regionalliga, der heutigen 3. Liga. Größter Erfolg neben den beiden Bayerischen Meistertiteln war die Regionalliga-Vizemeisterschaft im Jahr 2005. Nach dem Rückfall in die BOL und der Neuausrichtung befindet man sich nun wieder auf dem Weg nach oben und erhofft sich für die laufende Runde den Klassenerhalt in der Landesliga.
Hierzu wurde das Team um das Trainer-Duo Dirk Samel/Matthias Gieck kräftig aufgestockt. Samel steht bereits seit 2012 hauptverantwortlich an der Seitenlinie und Gieck ist als ehemaliger Spieler ebenfalls seit Langem bei den „Flippers“, wie sich das Team selbst nennt. Nachdem man am Ende der Meister-Saison mit Tobias Hallmann, Dominik Hecht und Florian Schindler drei langjährige und leistungsfähige Säulen verabschiedet hatte, verstärkte man das Team mit mehreren jungen und „hungrigen“ Akteuren aus der Region und gewann zudem die Dienste eines ehemaligen Forchheimer Routiniers zurück. So bildet der bisherige A-Jugendliche Alexander Stöckel vom HC Erlangen zusammen mit Tobias Radina ein durchschlagkräftiges Duo am Kreis. Radina bringt dabei mehrere Jahre Drittliga-Erfahrung mit, zuletzt bei der SG Köndringen-Teningen. Der sperrige und in der Abwehr aggressiv arbeitende Kreisläufer dürfte eine der größten Herausforderungen für die Schnödt-Sieben darstellen. Zusammen mit Rückraum-Shooter Stefan Bauer, der mit insgesamt 57 Treffern Platz Fünf der aktuellen Staffel-Torschützenliste belegt, ist er für fast die Hälfte aller Forchheimer Tore verantwortlich. „Der HC hat mit Bauer und Radina zwei brandgefährliche Spieler“ warnte auch Matthias Schnödt.
„Außerdem haben sie zwei gute Torhüter.“ Zumindest einen von beiden kennt man in Auerbach ganz gut. Matthias „Matze“ Müller, der nach einer Saison, in der er beim damaligen Bayernliga-Meister Auerbach zwischen den Pfosten stand, zurück nach Sulzbach wechselte, kam 2016 nach Forchheim und hat sich seither zu einer festen Größe bei den Oberfranken entwickelt. Ihm zur Seite steht neuerdings Clemens Rein. Ehemals beim TV Erlangen-Bruck wechselte er zum HC Erlangen II und war mitverantwortlich für den Aufstieg in die 3. Liga. Ebenfalls vom HC Erlangen kamen die mit Doppelspielrecht ausgestatteten A-Jugendlichen Philipp Opitz und Colm Thiel. Letzterer verfügt als irischer Nationalspieler bereits über internationale Erfahrungen. „Forchheim bevorzugt ein schnelles Spiel und ist ein unangenehmer Gegner“ gab Matthias Schnödt seinem Team als Vorgabe mit. Zudem betonte er schon fast gebetsmühlenartig die verbesserungswürdige Verwertung der Chancen. „Wir müssen uns viel mehr selbst belohnen.“ Vor allem auch bei der Verwertung der Strafwürfe sieht er Nachholbedarf. Dabei kann es nicht beruhigen, dass ausgerechnet der HC Forchheim das einzige Team mit einer noch schlechteren Treffer-Effizienz vom Siebenmeterpunkt ist.
Leider kann Schnödt an diesem Wochenende möglicherweise nicht auf die angeschlagenen Jan Wislicenus und Lukas Weisser zurückgreifen. Dagegen erhofft sich der Trainer einen deutlichen Schub von Neuzugang Florian Wehner. Der Linksaußen ist am Sonntag erstmals für sein neues Team spielberechtigt und bringt laut Schnödt die nötige Intensität für die Landesliga mit sich. „Die bisherigen Eindrücke im Training waren sehr gut. Er ist eine klare Verstärkung für unser Spiel.“ Auch wenn es gegen einen Aufsteiger geht, steht den Blau-Weißen ein schweres Spiel bevor. „Aber wir spielen vor eigenem Publikum und sollten mit der nötigen Einstellung in die Partie gehen, denn mit einem Sieg können wir uns von den Abstiegsrängen etwas absetzen und zudem einen direkten Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt distanzieren.“
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 10. November 2017 um 07:44 Uhr
 
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