19 | 02 | 2018
1.Mannschaft
Spielbericht SV 08 Auerbach I - TV Roßtal
Im letzten Spiel der Saison unterlagen die Handballer des SV 08 Auerbach dem bereits abgestiegenen TV Roßtal knapp, aber nicht unverdient mit 29:30 (15:14). Eine erneut schwache Abwehrleistung hinterließ bei Trainer Schnödt nicht nur die Enttäuschung über die Niederlage, sondern vor allem auch den Frust über wiedereinmal 30 Gegegentore in eigener Halle. Darüberhinaus beklagte er das offenkundige Fehlen von Herzblut bei manch einem seiner Spieler. Als eines von vier Teams mit 26:26 Punkten muss nun ermittelt werden, wer den bisher als Relegationsplatz geltenden Rang Zehn belegen wird. Die Relegationsspiele finden am 21. und am 25. Mai statt.
SV 08 Auerbach – TV Roßtal: 29:30 (15:14)

Eisiges Schweigen lag über der Helmut-Ott-Halle, als am Sonntagnachmittag die Schlusssirene im Spiel des SV 08 Auerbach gegen den TV Roßtal ertönte. Das hatte man sich in den Reihen der Oberpfälzer ganz anders vorgestellt. Zusätzliche Hoffnungen wurden geschürt, als man die Aufstellung des Heimteams zu lesen bekam. Neben Matthias Schnödt, Maximilian Hofmann und Ferdinand Neuß hatte auch Felix Müller die Zeit gefunden, die Blau-Weißen zu unterstützen. Sie alle durften jedoch anfangs auf der Bank Platz nehmen und zusehen, wie sich „die Jungen“ schlagen würden. Und die legten durchaus hoffnungsvoll los, gingen innerhalb von fünf Minute mit 4:1 in Führung und nährten die Hoffnungen der Zuschauer, man würde sich gegen den bereits abgestiegenen TV Roßtal die nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern können. Doch schnell wurde auch den etwa 180 Zuschauern klar, dass zum einen die Defensivbemühungen der Bergstädter wiedereinmal nicht ausreichen würden, um die engagiert auftretenden Gäste aus Mittelfranken aufhalten zu können, zum anderen hatte manch einer der Akteure seine Zieleinrichtung noch nicht richtig justiert. So war es für Roßtal kein allzu großes Problem, den Rückstand wieder auszugleichen. Vor allem Sebastian „Sebi“ Schuh zeigte all seine Erfahrung und traf schon jetzt fast nach Belieben, bevorzugt ins lange Eck, ohne dass Valentin Kroher im Tor der Gastgeber große Abwehrmöglichkeiten hatte. „Da fehlt Valentin einfach noch die Erfahrung“ erklärte Matthias Schnödt die diesmal eher durchwachsene Leistung seines jungen Torhüters. „Da muss er eben einfach auch mal spekulieren und sein Torwarteck verlassen. Ob der Ball reingeht, weil er nicht reagiert, oder weil er sich verspekuliert hat, ist dann auch egal, Hauptsache man hat mal etwas anderes versucht.“
Schon früh konnte man bei den Gästen erkennen, dass sie sich mit ihrem Schicksal und dem Abstieg in die Bezirksoberliga längst abgefunden hatten und am letzten Spieltag noch einmal Spaß haben wollten. Die gut besetzte Mannschaft zeigte eine engagierte Leistung, nutzte jede ihr gebotene Gelegenheit und schien oftmals sogar etwas wacher zu sein, als ihre Gastgeber. Bei etlichen blau-weißen Spielern dagegen vermisste man während der gesamten Spieldauer eine emotionale Reaktion auf Spielstände, auf Vorsprünge oder Rückstande oder auf die Spannung der Situation in der Liga. Manch einer lief scheinbar unbeteiligt über das Feld und ließ kein Herzblut erkennen. Erst als Matthias Schnödt sich und die „alten Recken“ ins Spiel brachte, konnte man einen gewissen Ruck feststellen. Zunächst jedoch konnten auch sie nicht verhindern, dass Roßtal, nach mehreren Ausgleichen nicht nur selbst die Führung übernahm, sondern diese sogar auf drei Tore ausbaute. In dieser Phase machte neben Linkshänder Schuh auch Mittelmann Dietmar Mathias auf sich aufmerksam und ließ die Auerbacher Abwehr ein ums andere Mal mit pfiffigen und trickreichen Anspielen, sei es an den Kreis oder zurück zu seinen Rückraumkollegen, fast schon alt aussehen. Beide nutzten dabei ihre langjährigen Erfahrungen aus der Bayernliga. In der 26. Minute, beim Stand von 11:14, wurde es dem Trainer der Auerbacher zu bunt. Offenbar mit Wut im Bauch riss er sich zweimal kurz hintereinander durch die gegnerische Abwehr, erzielte die Anschlusstreffer zum 13:14, bevor Felix Müller und Florian Kolb die Anzeigentafel auf den Halbzeitstand von 15:14 stellten.
Die Hoffnung wuchs, als Matthias Edtbauer bis zur 33. Minute um weitere zwei Treffer erhöhte. „Wir führen und lassen uns dann wieder selbstgefällig und scheinbar zufrieden zurückfallen“ schimpfte Matthias Schnödt nach dem Spiel mit seinen Mitstreitern. Es dauerte zwar bis zur 41. Minute, bis Roßtal die Partie wieder ausglich (20:20), doch der Schwung war raus aus dem Spiel der Bergstädter. Als dann auch noch der eine oder andere Auerbacher erfolglos versuchte, mit der Brechstange eine Entscheidung herbeizuführen, ging der Schuss erst recht nach hinten los. Roßtal verwaltete das Spiel, übernahm mal die Führung, mal die Verfolgerrolle und stand am Ende als der verdiente Sieger da. „Für uns war sowieso egal, wie die Liga spielt, da konnte wir relativ locker auftreten“ brachte es Sebastian Schuh nach dem Spiel auf einen kurzen Nenner. Für Auerbach geht nun das Zittern weiter. „Vermutlich dürfen wir am Dienstag gleich wieder trainieren“ ärgerte sich Matthias Schnödt über die unnötige Niederlage , aber auch über die Ungewissheit der nächsten Tage. Zur Überraschung aller Anwesender hatte der BHV nämlich den Relegationsplatz nach hinten verschoben, sodass nun nicht mehr der Zehnte, sondern der Elfte (der Zwölfte in der Südstaffel) anterten müsste und Auerbach wieder auf der sicheren Seite wäre. „Wir können erst dann etwas Genaueres und etwas Richtiges sagen, wenn es vom BHV veröffentlicht wird. Bis dahin sind wir in der Schwebe“ erklärte auch Spartenleiter Paul Rupprecht die Verwirrung in Reihen der Teams. Neben dieser Verunsicherung wurden den Auerbachern durch die Niederlage die Verabschiedungen von Volker Hackenberg in den „Handball-Ruhestand“ und von Ferdinand Neuß zum HC Erlangen II gründlich vermießt und das angekündigte Freibier aus Anlass des erhofften Klassenerhaltes doch etwas versauert.

SV 08 Auerbach: Adam, Kroher, Tannenberger (5), Bauer, Müller (5), Schnödt (3), Bürger, Hackenberg (2), Kolb (5), Edtbauer (6/2), Eckert, Neuß F. (1), Hofmann A. (1), Hofmann Ma. (1)
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. Mai 2017 um 19:47 Uhr
 
Situationsbetrachtung in der Liga
Die Lage in der Liga vor dem letzten Spieltag.

Wieder einmal haben die Handballer des SV 08 Auerbach eine Runde hinter sich gebracht und kaum jemand hatte eine derartige Achterbahnfahrt erwartet. Nach dem kompletten Umbruch und dem überraschenden Rückzug aus der 3. Liga hatte man sich mit dem Bezirksoberliga-Team in die Landesliga einreihen lassen. Da die Mannschaft unter der Führung von Michael Werner drei Spielzeiten versucht hatte, die höhere Klasse zu erreichen, jedoch immer wieder gescheitert war, hatten nur Wenige die Hoffnung, der vom neuen Trainer Matthias Schnödt als Saisonziel vorgegebene Klassenerhalt könne erreicht werden. Dass die Mannschaft einen derart furiosen Start hinlegen würde, hatte vermutlich sogar Schnödt nicht erwartet. Lange Zeit hielten sich die Blau-Weißen im oberen Drittel der Tabelle. Als sogar ein Heimsieg gegen den Tabellenführer und späteren Meister TSV 2000 Rothenburg gelang, träumte manch ein Fan schon von der Wiederkehr des Auerbacher Handballerfolges und richtete seinen Blick in Richtung Aufstiegsränge. Selbst als die Schnödt-Sieben anfing zu verlieren, änderte das zunächst wenig an der Tabellenposition. Während sich das Mittelfeld immer mehr verdichtete und ein Platz nach dem anderen sich in die Phalanx der Abstiegskandidaten einreihte, schaffte es Auerbach wegen der bis dahin gewonnenen Punkte, seine Position zu halten.
Eine trügerische Situation, denn als die Serie an Niederlagen nicht abriss und man sechsmal in Folge verlor, zeigte auch die Platzierung, dass man inzwischen zu den Abstiegskandidaten gehörte. Nun plötzlich wurde allen klar, wie prekär die Lage geworden war. Zum Glück für die Bergstädter meinte es der Spielplan gut mit ihnen und präsentierte ihnen in den letzten drei Partien zwei Heimspiele und die drei Teams vom Ende der Tabelle. Dennoch war noch nicht klar, ob es reichen würde und ob nicht eventuell doch noch die Abstiegsrelegation winken würde. Trotz der beiden Siege zuletzt gegen die HSG Rödental-Neustadt und bei der HG Ansbach, könnte Auerbach mit einer Niederlage im letzten Spiel gegen den TV Roßtal theoretisch noch auf Rang Zehn zurückfallen und zwei weitere Spiele, diesmal gegen den Vertreter der Südstaffel, austragen müssen. Dass bei einem Sieg andererseits der vierte oder fünfte Tabellenplatz winkt, sei an dieser Stelle zwar erwähnt, ist jedoch weniger interessant, als der Erhalt der Klasse.
Auch am Ende dieser Saison zeigt sich wieder einmal, wie eng verzahnt die unterschiedlichen Klassen sind, denn über das Wohl und Wehe eines Landesligisten wird über drei Ligen hinweg entschieden. Wie das? Am vorletzten Spieltag der Landesliga fand gleichzeitig das letzte Spiel in der 3. Liga statt. Zur Überraschung Vieler gelang dem HSC 2000 Coburg II um die ehemaligen Auerbacher Spieler Andreas Wolf und Kenny Schramm ein Heimsieg gegen den vorzeitigen Meister HC Elbflorenz Dresden und damit der Klassenerhalt in der 3. Liga. Da somit kein bayerischer Verein in die Oberliga absteigt, müssen mit Neuling TSV Niederraunau und dem HC Sulzbach-Rosenberg auch nur zwei Teams diese nach unten verlassen, während drei Vereine als Aufsteiger dazukommen werden. Aktuell spielen in der Landesliga 29 Teams, wovon 14 in der Nord- und 15 in der Südstaffel angesiedelt sind. Diese ungerade Zahl kam durch die außerplanmäßige Eingliederung des SV 08 Auerbach zustande. Um die übliche Sollstärke von 28 Teams zu erreichen, wurde vom BHV geplant, nach der Runde zu den zweimal vier „üblichen“ einen neunten Absteiger in einer Relegationsrunde mit Hin- und Rückspiel zu ermitteln. Berücksichtigt man nun, dass aus der Bayernliga nur zwei Absteiger herunter kommen, gleichzeitig aber drei Teams die Landesliga nach oben verlassen, wäre die Sollstärke bereits ohne zusätzlichen Absteiger erreicht und eine Relegation nicht mehr nötig. Damit wären auch die Tabellenplätze Zehn im Norden und Elf im Süden sichere Landesligateilnehmer in der Saison 2017/2018.
Der Klassenerhalt des Drittligisten beschert also gleichzeitig dem Neuling VfL Günzburg den Verbleib in der Oberliga und sorgt dafür, dass in der Landesliga vermutlich keine Relegation gespielt werden muss. Um der ganzen Spekulationsblase zu entgehen, ist für die Auerbacher Handballer die Ausgangslage vor dem letzten Spiel klar und auf einen einfachen Nenner zu bringen: Gewinne gegen den TV Roßtal und du spielst auch nächste Saison in der Landesliga. Glück auf!
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Mai 2017 um 06:53 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - TV Roßtal
Am Sonntagnachmittag fliegen letztmalig in der Saison 2016/2017 die Bälle durch den Auerbacher „Handballtempel“. Zu Gast ist der Drittletzte TV Roßtal, der mit 20:30 Punkten bereits als dritter Absteiger feststeht. Für Matthias Schnödt und sein Team geht es darum, noch einmal ihrem Publikum zu danken und sich mit einem Sieg zu verabschieden. Zumindest will man Platz Zehn vermeiden und damit all der Unsicherheit, ob der BHV eine Abstiegsrelegation austrägt, aus dem Weg gehen. Da am letzten Spieltag üblicherweise alle Partien zeitgleich angepfiffen werden, beginnt auch für die Blau-Weißen dieser letzte „Arbeitstag“ in der Helmut-Ott-Halle um 16:00 Uhr.

„Wer hat an der Uhr gedreht...?“ Es ist kaum zu glauben, aber ab Montag findet man die Saison 2016/2017 nur noch in den Geschichtsbüchern. Nach einer aufreibenden Runde stehen am Sonntag die letzten 60 Minuten an. Gegner ist der bereits als Absteiger feststehende TV Roßtal. „Ich hatte Roßtal aufgrund seiner erfahrenen und handballerisch starken Spieler nicht als Absteiger auf dem Zettel“ bekräftigte Matthias Schnödt noch einmal seine Überraschung über das schlechte Abschneiden der Mittelfranken. Zu nennen sind dabei vor allem Linkshänder Sebastian „Sebi“ Schuh (30) im rechten Rückraum und sein Gegenüber Lukas Franke (29), sowie Linksaußen Dominik Schmidt (27), der sich nicht auf seine Position fixieren lässt, sondern immer wieder auch aus dem Rückraum für Torgefahr sorgt. Zudem kann sich Trainer Wolfgang Schmidt auf eine stark besetzte Mittelposition verlassen. Hier erweisen sich Dietmar Mathias (31), ehemals HC Erlangen II, und Sören Hirschsteiner (30) als erfahrene Spielmacher und führen die beiden jungen Rückraumakteure Armin Hofer (23) und Steffen Schmitt (21) an die Position heran.
„Roßtal ist ein sehr unangenehmer und vor allem heimstarker Gegner.“ Mit diesen Worten hatte Matthias Schnödt sein Team vor dem Hinspiel gewarnt und zumindest zum jenem Zeitpunkt Recht behalten. Während der gesamten Spieldauer ließen die Mittelfranken damals Auerbach immer wieder am Remis schnuppern, legten jedoch rechtzeitig mehrere kurze Zwischenspurts ein und siegten am Ende verdient mit 25:23. Inzwischen hat sich allerdings das Bild etwas gewandelt. Die Roßtaler belegen in Sachen Heimstärke nur noch den drittletzten Platz, wogegen sie bei Auswärtsspielen klar besser abschneiden. Hier liegen sie im Mittelfeld der Tabelle (6.) und lassen auch Auerbach, das ein Spiel mehr ausweist, um zwei Plätze hinter sich. Zuletzt mussten die Mittelfranken jedoch sowohl zuhause als auch in fremder Halle je zwei Niederlagen hinnehmen, wodurch der Abstieg in die Bezirksoberliga endgültig besiegelt wurde. „Wir haben mit Roßtal noch eine Rechnung offen und wollen uns für die Hinspielniederlage revanchieren“ kündigte Matthias Schnödt seine Vorgaben für das Spiel an.
Mit welchem Team er allerdings diese Aufgabe angehen wird, konnte er unter der Woche noch nicht mit Sicherheit vorhersagen. Zum einen würde er gerne auf seinen eigenen Einsatz verzichten, zum anderen jedoch macht die arg gebeutelte Personaldecke diesen wohl unumgänglich. Daneben wird zumindest Ferdinand Neuß wieder dabei sein und sein vorläufig letztes Spiel für Auerbach bestreiten. Er verlässt bekanntlich seinen Heimatverein und schließt sich dem Bayerischen Meister und Drittligaaufsteiger HC Erlangen II an. Ob und inwieweit Maxi Hofmann oder Felix Müller dabei sein können, wird sich erst am Spieltag selbst entscheiden. Doch nicht nur die Personaldecke macht den Trainer der Bergstädter nachdenklich. „Wir sind nach dem letzten Wochenende eigentlich davon ausgegangen, dass wir den Klassenerhalt schon sicher erreicht haben“ so Schnödt unter der Woche. „Eigentlich dürfte bei der aktuellen Konstellation keine Abstiegsrelegation nötig und selbst Platz Zehn sicher sein.“ Was bei ihm und vielen Anderen für Unklarheiten sorgt, ist die Tatsache, dass der BHV auf seiner Homepage noch immer für beide Staffeln vier sichere Absteiger und einen Relegationsteilnehmer ausweist, offensichtlich jedoch noch keinen Termin für die Spiele festgesetzt hat. Auch wenn Schnödt die Tabelle nicht als Maßstab heranziehen und die Situation nicht allzu sehr in die Köpfe seiner Spieler hinein lassen will, kann selbst er sich der Verwirrung nicht vollends entziehen. Daher lautet seine einfache Lösung: „Eigentlich kann es uns völlig egal sein, ob eine Relegation stattfindet, oder nicht. Wir gewinnen gegen Roßtal und sind damit endgültig aus dem Schneider.“

Aufstellung: Adam, Kroher, Bauer, Tannenberger, Kolb, Edtbauer, Eckert, Hackenberg, Bürger, Schnödt (?), Hofmann A., Neuß F.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 12. Mai 2017 um 06:49 Uhr
 
Spielbericht HG Ansbach - SV 08 Auerbach I
Mit einem 27:32 (10:19) Sieg und zwei weiteren Punkten im Kampf um den Klassenerhalt im Gepäck kehrten die Handballer des SV 08 Auerbach am späten Sonntag Abend nach Hause zurück. Nach den ersten 15 Minuten, in welchen die bereits vorher als Absteiger feststehende HG Ansbach das Spiel einigermaßen offen gestalten konnte, genügte den Oberpfälzern eine starke halbe Stunde, um den wichtigen Pflichtsieg einzufahren. Während Ansbach damit weiterhin ohne Punktgewinn bleibt, machte Auerbach einen Sprung auf Platz Sechs und hat mit nun 26:24 Punkten deutlich verbesserte Aussichten auf den Klassenerhalt.

HG Ansbach - SV 08 Auerbach 27:32 (10:19)

Einen großen Stein der Erleichterung konnte man am Samstag in den Reihen der Auerbacher Handballer fallen hören. Gerade hatte man den äußerst wichtigen Pflichtsieg gegen die bereits seit Längerem als Absteiger feststehende HG Ansbach in trockene Tücher gebracht, als man erfuhr, dass auch dem Drittligateam des HSC 2000 Coburg der Klassenerhalt mit einem Sieg gegen den Meister und Zweitligaaufsteiger HC Elbflorenz Dresden gelungen war. Damit steigt in diesem Jahr kein bayerischer Verein in die Oberliga ab, was zur Folge hat, dass nur zwei Teams, der TSV Niederraunau und der HC Sulzbach-Rosenberg den schweren Weg in die Landesliga antreten müssen. Die Folge könnte sein, dass keine Abstiegsrelegation nötig und damit selbst Platz Zehn den Verbleib in der Liga nach sich ziehen würde. Ungeachtet dessen könnte man in Auerbach im Falle einer Niederlage oder eines Remis des TV Helmbrechts am Sonntagnachmittag gegen die HSG Lauf/Heroldsberg bereits vorzeitig eine „Klassenerhalt-Party" organisieren. Zudem könnte man im letzten Spiel der Saison gegen den TV Roßtal deutlich befreiter aufspielen und sich bei seinem Publikum für die Unterstützung während der, zumindest am Ende, spannenden „Saison des Umbruchs" bedanken. 
Ein Teil der Fans bekam diesen Dank bereits in Ansbach zu spüren. Wie aufgrund des Saisonverlaufes der HG zu erwarten, fanden nicht allzu viele Zuschauer den Weg in die Beckenweiherhalle. So waren die etwa 50 anwesenden blau-weißen Fans zwar nicht ganz in der Überzahl, konnten die übrigen Anwesenden jedoch an Lautstärke deutlich übertreffen. Entsprechend hatte man zwischenzeitlich fast den Eindruck eines Heimspiels für das Team um Matthias Schnödt, der aufgrund der personellen Probleme, diesmal wieder selbst eingreifen musste. Daneben trat auch Co-Trainer Maxi Hofmann wieder aufs Feld, wobei sich beide vornehmlich um die Stabilisierung der Abwehr bemühten. Das war auch durchaus nötig, denn Auerbach zeigte in den ersten 15 Minuten eine eher durchwachsene Defensivleistung. Die Retzatstädter wehrten sich redlich und konnten das Spiel offener gestalten, als es dem Trainer der Gäste lieb sein konnte. Nachdem mehrmals die Führung gewechselt hatte und jedes Team einmal mit zwei Toren in Front gelegen hatte, sah Schnödt die Zeit reif, für etwas mehr Ruhe und Sicherheit im eigenen, durch die vielen Ausfälle durcheinandergewürfelten  Abwehrverbund zu sorgen. Sofort nach seiner Einwechslung ging ein Ruck durch das Team, die aggressivere Gangart führte zu Ballgewinnen und diese zu schnellen Gegentoren. Von der 17. bis zur 24. Minute gab es nur Auerbacher Torschützen, sodass das vorher ausgeglichene Spiel (8:8) fast schon entschieden war, als Schnödt selbst das 8:15 erzielte. Die Gäste hatten die Partie nun fest im Griff. Bis zur Pause konnten sie ihre Führung sogar noch ausbauen und beim Stand von 10:19 kommod in die Kabine gehen. 
Direkt nach der Pause sorgte Matthias Edtbauer zusammen mit Alexander Tannenberger und Alexander Hofmann mit einem 1:5 Lauf für die endgültige Entscheidung. Edtbauer, der erneut eine starke Leistung bot, erzielte dabei drei Tore und ließ sich nur einmal unterbrechen. Als Alexander Hofmann in der 40. Minute das 13:27 und damit den höchsten Vorsprung für sein Team erzielte, schien sich für die Gastgeber ein Debakel anzubahnen. Doch noch war das Spiel nicht zu Ende. Auch wenn die Schnödt-Sieben nicht mehr wirklich etwas anbrennen ließ und dem Gastgeber lediglich die Chance zu einer deutlichen Ergebniskosmetik gab, so erzielte sie bis zum Schlusspfiff nur noch fünf Tore und verwaltete den Vorsprung bis ins Ziel. Dass die Blau-Weißen in der letzten Viertelstunde die Zügel dermaßen schleifen ließen, ist wohl dem sicheren Gefühl des Sieges und der Gewissheit geschuldet, dass die HG Ansbach an diesem Tag keine echte Gefahr für den Sieg mehr bringen könne. 
Am Ende waren ein ebenso wichtiger wie ungefährdeter Auswärtssieg und zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu feiern. Am kommenden Sonntag finden die letzten Spiele der Saison statt, ligaweit zum gleichen Zeitpunkt. Dabei tritt der SV 08 Auerbach, fast schon traditionell mit einem Heimspiel, um 16:00 Uhr gegen den TV Roßtal an. Spartenleiter Paul Rupprecht sieht dem Abschluss der Runde mit Freude entgegen. „Ich denke, nach dem Sieg in Ansbach können wir relativ entspannt das Finale angehen und hoffentlich das letzte Spiel genießen." 

SV 08 Auerbach: Adam, Kroher, Bauer (1), Tannenberger (4), Müller, Schnödt (2), Bürger (1), Hackenberg (1), Kolb (5), Edtbauer (11/5), Eckert (2), Neuß F. (1), Hofmann A. (4), Hofmann Ma.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 08. Mai 2017 um 17:07 Uhr
 
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