19 | 02 | 2018
1.Mannschaft
Spielbericht SV 08 Auerbach I - TV Münchberg
Mit einem erneut überzeugenden Ergebnis endete auch das zweite Heimspiel der Handballer des SV 08 Auerbach. Vor knapp 300 Zuschauern waren die Oberpfälzer gegen den Vorjahres-Zweiten TV Münchberg zwar während der gesamten Spielzeit das überlegene Team und gewannen am Ende klar mit 32:24 (14:11), hätten jedoch bei etwas konsequenterer Spielweise vor allem in der ersten Halbzeit das Ergebnis durchaus noch deutlicher gestalten können. Mit nun 5:1 Punkten aus den ersten drei Partien belegen sie derzeit Platz Zwei und fahren am kommenden Samstag zum Spitzenspiel gegen den punktgleichen Tabellenführer TSV 2000 Rothenburg.

Handball Landesliga

SV 08 Auerbach – TV Münchberg 32:24 (14:11)

„Ein Sieg ist ein Sieg und vor allem zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt“ zog Matthias Schnödt nach dem Spiel ein letztlich zufriedenes Fazit. Dennoch konnte er nicht verhehlen, dass er zwar mit dem am Ende deutlichen Ergebnis, nicht jedoch mit allen Aspekten des Spiels seines Teams gegen einen überraschend schwachen TV Münchberg zufrieden war. „Wir haben in der ersten Hälfte viel zu lethargisch agiert, unsere Pässe waren oft nicht überzeugend und konsequent gespielt und durch Fehler in der Aufteilung sind wir uns bei einigen Angriffen gegenseitig im Weg gestanden. Nach der Pause war das zwar deutlich besser, allerdings haben wir auch hier durch manche überhastete Aktion Bälle unnötig hergegeben.“ Perfektionistisches Jammern auf hohem Niveau, oder Überheblichkeit des Siegers? Weder - noch. Wer Matthias Schnödt kennt, der weiß, dass er einerseits Perfektionist, andererseits aber auch Realist ist. Mit seiner Manöverkritik brachte er lediglich zum Ausdruck, dass die Blau-Weißen nur mit einer deutlich konsequenteren Spielweise auf Dauer bestehen können. Glücklicherweise hatten die Gäste aus Oberfranken von Beginn an einen „gebrauchten“ Tag erwischt, fanden zu keiner Zeit richtig ins Spiel und waren nicht in der Lage, die Fehler der Gastgeber zu ihren Gunsten zu nutzen. Vielmehr hielten sie ihre eigene Fehlerquote hoch, agierten streckenweise nervös und ungenau, liefen sich immer wieder in der weitgehend wachsamen Auerbacher Abwehr fest, oder scheiterten am solide haltenden Raul Adam. Einzig Jan Lad zeigte Normalform und konnte sich mehrmals geschickt in Szene setzen. Vor allem über die halbrechte Seite gelangen ihm einige Treffer, mit denen er sein Team einigermaßen im Spiel hielt. Auf der anderen Seite des Balles ließen sie ihren Torhüter ein ums andere Mal allein und die Angreifer der Oberpfälzer gewähren. So ist der Verlauf der ersten Hälfte schnell erzählt. Auerbach ging zwar früh mit 2:0 in Führung, musste jedoch genauso schnell den Ausgleich hinnehmen (4. Min.). Dann jedoch nutzten die Gastgeber ihre defensiv erarbeiteten Möglichkeiten und stellten durch mehrere schnelle Tore bis zur 15. Minute die Anzeigentafel auf 7:3 und die Weichen letztlich auf Sieg. Denn auch wenn erst ein Viertel des Spiels absolviert war, konnte man erkennen, dass Münchberg an diesem Tag nicht der erwartet schwere Gegner sein würde. Da sich auch Auerbach, wie bereits erläutert, das Leben selbst schwer machte, lag der Vorsprung bis zur Pause ständig bei nur drei bis vier Toren (14:11). Erwähnenswert in diesen ersten 30 Minuten waren vielleicht noch zum einen, dass beide Trainer verwarnt wurden, was weniger am fast freundschaftlich ausgetragenen Spiel, als vielmehr an mehreren für alle Beteiligten überraschenden Pfiffen der Unparteiischen lag, und zum anderen der erste Treffer von Auerbachs Jüngstem Paul Neuß in der 20. Minute. „Ich befürchte, des kost’ was“ kommentierte der Rotschopf diesen und seinen später erzielten zweiten Treffer.
Nach der Pause ließ sich die Schnödt-Sieben zwar fast zwei Minuten Zeit bis zu ihrem ersten Treffer, legte dann jedoch mit einem Zwischenspurt zum 18:11 den endgültigen Grundstein für den Sieg. Münchbergs Trainer Christian Seiferth veränderte nun mehrmals kurzzeitig seine Abwehrformation, konnte jedoch auch damit keine positiven Zeichen mehr setzen. Egal, ob die Grün-Schwarzen zwei Auerbacher Spieler aus dem Spiel nahmen, oder ob sie mit fast offener Manndeckung agierten, immer wieder fanden die Gastgeber durch einen überlegten Pass oder durch geschickte Eins-gegen-Eins- Aktionen den erfolgreichen Weg zum Tor. Von der 44. bis zur 48. Minute bekamen die Gäste drei Strafwürfe zugesprochen, wodurch sie den Rückstand noch einmal etwas verkürzen konnten (23:17). Mehr als diese zwischenzeitliche Ergebniskosmetik war jedoch nicht drin, denn Auerbach spielte die Partie souverän zuende. Und während Seiferth in den letzten zehn Minuten seinen Ersatzleuten ein wenig Einsatzzeit verschaffte, brachte Matthias Schnödt mit Maxim Pankraz einen weiteren verheißungsvollen Jugendlichen. Der 17-Jährige stellte seine Fähigkeiten beeindruckend unter Beweis und erzielte in der kurzen Zeit bis zum Schlusspfiff vier teils sehenswerte Tore. Dass die Oberpfälzer nun vorübergehend auf dem zweiten Platz liegen, verdanken sie zwar nur der Tatsache, dass die beiden verlustpunktfreien Teams aus Lauf und Heidingsfeld dieses Wochenende spielfrei hatten, dennoch ist man in Handball-Auerbach über den sehr guten Saisonstart freudig überrascht. „Hätte mir vor ein paar Wochen jemand gesagt, wir würden mit 5:1 Punkten starten, ich hätte ihn für verrückt erklärt“ freute sich auch Manager Peter Hackenberg. Matthias Schnödt bremste dagegen die Euphorie. „Nächste Woche spielen wir in Rothenburg, da wird sich zeigen, wo wir stehen. Die sind einerseits ziemlich robust, andererseits hat Csaba Szcüs immer spielstarke Teams.

SV 08 Auerbach: Adam, Kroher, Pankraz (4), Tannenberger (6), Bauer (7/2), Hofmann M. (1), Bürger, Hackenberg (1), Kolb (2), Edtbauer (5), Eckert (1), Herold (2), Kraus (1), Neuß P. (2)
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Oktober 2016 um 19:26 Uhr
 
Vorbericht SV 08 Auerbach I - TV Münchberg
Am Samstag treffen nach sehr langer Zeit die Handballer des SV 08 Auerbach und des TV Münchberg wieder einmal in einem Ligaspiel aufeinander. Interessanterweise gibt es in beiden Lagern Akteure, die auch damals schon beteiligt waren. Allerdings sind die Voraussetzungen komplett verdreht. Standen sich damals zwei Abstiegskandidaten gegenüber, so erwarten diesmal die Oberpfälzer als Aufsteiger den aktuellen Vizemeister der letzten Runde. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist wie üblich um 18:00 Uhr.

Handball Landesliga

„Das Zittern hat ein Ende, der ASV Auerbach hat den direkten Klassenerhalt gesichert und wird nächstes Jahr in der zweigleisigen Handball-Landesliga vertreten sein.“ Mit diesem Satz begann der Bericht vom letzten Aufeinandertreffen (06.04.2008) der beiden Kontrahenten des kommenden Spieltages. Nachdem die Oberpfälzer unter Führung des damaligen Trainers Michael „Josche“ Graß in den letzten Partien der Runde eine grandiose und erfolgreiche Aufholjagd gestartet hatten, empfingen sie zum krönenden Abschluss den ebenfalls abstiegsbedrohten TV Münchberg, deklassierten ihn mit 30 Toren Unterschied (43:13) und erkämpften sich dadurch den sicheren sechsten Tabellenplatz. Während die Oberfranken den schweren Gang in die BOL antreten mussten, begann für Auerbach jene unglaubliche Reise, die erst vor wenigen Monaten ihr jähes Ende fand. Christian Seiferth (35), der heute als Trainer neben dem Spielfeld die Geschicke der Grün-Schwarzen leitet und dabei mit Emotionen nicht geizt, erzielte damals nach zwölf Minuten das erste Tor für den TV. Auf Auerbacher Seite standen Co-Trainer Maximilian Hofmann und Trainer Matthais Schnödt im Aufgebot. „Münchberg hat eine gesunde Mischung aus jungen und einigen Landesliga-erfahrenen Spielern. Ich bin mir nicht sicher, ob Jan Lad und Vit Kalas in diesem letzten Spiel damals dabei waren, aber ich weiß noch gut, dass wir mehrmals gegeneinander gespielt haben“ erinnerte sich Matthias Schnödt und sprach mit den beiden Tschechen auch gleich zwei der aktuellen Aktivposten der Franken an. Während Lad im linken Rückraum wirbelt, stellt Kalas auf der rechten Halbposition immer wieder seine Torgefahr unter Beweis und hat in den ersten beiden Spielen bereits 19 Treffer erzielt. Komplettiert wird der Rückraum der Münchberger durch Lukas Kral, einen weiteren Tschechen. Mit Stefan Müller (28) am Kreis und Stefan Baumgärtel auf der linken Außenbahn kann sich Trainer Seiferth auch auf diesen Positionen auf erfahrene und torgefährliche Kräfte stützen. Keiner jedoch bringt mehr Erfahrung mit auf die Platte, als Torhüter Cenk Uzun. Der bullige Türke steht, wie seit vielen Jahren, auch heute noch häufig wie ein Fels in der Brandung und hält seinen Kasten sauber. Auf der rechten Seite agiert mit Christoph Bär ein etwas jüngerer Spieler, der vielfältig eingesetzt wird und neben Vit Kalas auch immer wieder als sicherer Schütze vom Punkt in Erscheinung tritt. Er muss ab diesem Wochenende den bisherigen Rechtsaußen Simon Oberländer ersetzen, der wegen eines Auslandsstudiums längere Zeit nicht zur Verfügung steht. Hier liegt auch eines der größten Probleme für Christian Seiferth und einer der Gründe, warum man in Münchberg nur vom Klassenerhalt als Saisonziel spricht. Obwohl man am Ende der vergangenen Saison als Vizemeister in den Bayernliga-Relegationsspielen knapp gegen den Süd-Vertreter TSV Niederraunau scheiterte, befürchtet man heuer eine eher schwierige Saison. Wegen noch nicht ganz auskurierter Blessuren einzelner Langzeitverletzter, Schichtdiensten bei einigen Akteuren sowie bereits angesprochener Auslandsaufenthalte kann der Trainer selten auf ein und das selbe Team zurückgreifen. So fällt mit Torsten Krauß nicht nur ein torgefährlicher Werfer, sondern auch der etatmäßige Spielmacher voraussichtlich noch bis zur Rückrunde verletzungsbedingt aus. Ob es zu den von Seiferth befürchteten Blockwechseln kommen muss, bleibt jedoch abzuwarten. Nach einer durchwachsenen Vorbereitung gelang den Oberfranken im ersten Heimspiel zwar ein überzeugender Sieg gegen den ASV Cham (29:21), doch bereits im zweiten Heimspiel gegen den favorisierten TSV 2000 Rothenburg musste man eine bittere Niederlage (21:24) und einen ersten Rückschlag hinnehmen. Dass dabei fünf Stammspieler fehlten und man letztlich an der eigenen schwachen Chancenverwertung und Rothenburgs Torhüter Amann scheiterte, macht die Sache nicht weniger ärgerlich. Man hat also Einiges gut zu machen. Für Matthias Schnödt geht es vor allem darum „im Angriff die technischen Fehler zu minimieren und unsere Chancen besser zu verwerten. Auf der anderen Seite des Balles müssen wir aggressiver verteidigen als gegen Bruck.“ Dabei hofft er die Lücke durch den Verlust von Ferdinand Neuß durch den wiedergenesenen Moritz Hofmann adäquat füllen zu können. „Wenn wir alles umsetzen, was wir uns vorgenommen haben und zudem wieder lautstark von unserem Publikum unterstütz werden, dann ist eine Überraschung durchaus möglich.“

Aufstellung: Adam, Kroher, Reger, Pankraz, Tannenberger, Bauer, Kolb, Hackenberg, Bürger, Edtbauer, Kraus, Eckert, Herold, Neuß P., Hofmann M.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Oktober 2016 um 19:19 Uhr
 
Spielbericht TV Erlangen-Bruck II - SV 08 Auerbach I
Im Aufeinandertreffen mit der Bayernligareserve des TV 1861 Erlangen-Bruck erkämpften sich die Handballer des SV 08 Auerbach ein am Ende zwar glückliches, über die gesamte Spieldauer gesehen jedoch hochverdientes 30:30 Unentschieden. Nach zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten und einer Schlussphase, in der die Gäste aus der Oberpfalz eine bisher kaum gekannte Moral an den Tag legten, einigten sich die beiden Aufsteiger auf Remis und teilten sich die Punkte. Mit nun 3:1 Zählern aus den ersten beiden Spielen belegen die Blau-Weißen weiterhin Rang Drei.

Handball Landesliga

TV 1861 Erlangen-Bruck II – SV 08 Auerbach 30:30 (14:15)

Zwei Aufsteiger am zweiten Spieltag plus zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten ergeben am Ende einen wichtigen Punkt und eine fast noch wichtigere Erkenntnis auf Seiten des SV 08 Auerbach: „Sie können es doch!“ Wobei es weniger um die handballerischen Fähigkeiten der Schnödt-Sieben geht, als vielmehr um die kämpferische Einstellung und die Bereitschaft, bis zum Schlusspfiff einer fast schon verloren geglaubten Partie alles zu geben. „Ich bin mir sicher, die Mannschaft der letzten Jahre hätte solch ein Spiel, bei dem es kurz vor Schluss so schlecht aussieht, noch deutlich verloren. Hut ab vor der Moral der Jungs!“, freute sich auch Manager Peter Hackenberg über den „letztlich gewonnenen Punkt“. Dabei hatte es sogar noch viel besser begonnen. Vor etwas mehr als 100 Zuschauern, von denen alleine 50 aus Auerbach angereist waren, waren die Gäste bereits nach wenigen Minuten mit drei schnellen Toren in Führung gegangen. Das Team um Matthias Schnödt, bei dem kurzfristig Moritz Hofmann erkrankt ausgefallen war, hatte in dieser Phase Spiel und Gegner jederzeit sowohl defensiv wie auch offensiv im Griff. Allen voran dem zum Glück genesenen Alexander Tannenberger, aber auch einem gut haltenden Raul Adam im Tor und einer konzentrierten Abwehrleistung war es zu verdanken, dass die Blau-Weißen immer wieder Mittel und Wege fanden, den Vorsprung dauerhaft bei drei bis vier Toren zu halten. Erst nach etwa 20 Minuten schlichen sich die ersten Fehler ein und der TV konnte die Partie nicht nur offener gestalten, sondern die Tore-Lücke langsam aber sicher schließen. „Wir haben in dieser Phase zu viele Fehler gemacht, technische Fehler, aber auch Fehler bei der Verwertung unserer Chancen. Wenn man so viele Möglichkeiten ungenutzt lässt, macht man meist den Gegner stark“ analysierte Auerbachs Trainer die Minuten vor der Pause. TV-Trainer Carsten Peine stellte sein Abwehr um und nahm Alexander Tannenberger in Manndeckung. Zudem agierte man auch in der Offensive konzentrierter und verringerte so den Rückstand bis zur Pause auf einen Treffer. Beim Stand von 14:15 für Auerbach wurden die Seiten gewechselt.
Nach dem Wiederanpfiff bot sich das gleiche Bild wie zu Beginn, nur dass diesmal die Gastgeber die schnellen Tore erzielten und das Ruder der Partie übernahmen. Ab der 35. Minute liefen die Oberpfälzer konstant einem Rückstand von zwei, drei Toren hinterher. Vor allem die vom TS Herzogenaurach gekommenen Philipp und Markus Wolf brachte man kaum unter Kontrolle und ließ sich dabei von ihrer äußerst robusten Defensivarbeit sichtlich beeindrucken. „Wir hatten mit der Nummer 15 große Probleme, sowohl im Eins-gegen-Eins, als auch damit, dass er seine Nebenmänner sehr gut in Szene gesetzt hat“ erklärte Matthias Schnödt nach dem Spiel. Zudem hatte, aus Sicht der Gäste, auch das Schiedsrichtergespann Christine Büttner und Jenifer Kronschnabel (Stadeln/Lichtenau) nicht ihren besten Tag erwischt, weshalb man die eine oder andere unglückliche Entscheidung hinnehmen musste. Erlangen-Bruck sah nun lange Zeit wie der sichere Sieger aus. „Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich in der 52. Minute beim Stand von 27:24 für Bruck nur noch geringe Hoffnung, dass da heute noch etwas Zählbares für uns zu holen ist“ gab Peter Hackenberg unumwunden zu. Doch die Oberpfälzer gaben nicht auf und kämpften bis zur letzten Minute um jeden Zentimeter und um jeden Ball. Selbst als Ferdinand Neuß, der sich in seinem letzten Spiel sowohl mit sechs Treffern als auch mit einer Roten Karte von seinem Team verabschiedete, nach seiner dritten Zweiminutenstrafe endgültig vom Feld gehen musste, ließen sich seine Mitspieler nicht entmutigen und drehten den Spieß letztlich sogar noch einmal um. „Das war heute ein Sieg der gesamten Mannschaft. Die Jungs haben sich für ihren Kampfgeist und ihre Moral selbst belohnt“ freute sich Mattias Schnödt über das am Ende verdiente Remis. „Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, dann denke ich, das Unentschieden geht für beide Teams in Ordnung, auch wenn uns der Punkt ein klein wenig mehr hilft.“ Spätestens am kommenden Wochenende wird sich der Wert des Punktes erweisen, denn dann steht mit dem TV Münchberg einer der Top-Favoriten vor den Toren der Helmut-Ott-Halle.

Aufstellung: Adam (1), Kroher, Pankraz, Tannenberger (4), Bauer (5/5), Neuß F. (6), Hackenberg (5), Bürger, Kolb (1), Edtbauer (2), Eckert (2), Herold (2), Kraus (2), Neuß P.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 25. September 2016 um 11:45 Uhr
 
Vorbericht TV Erlangen-Bruck II - SV 08 Auerbach I
Am zweiten Spieltag treten die Handballer des SV 08 Auerbach zu ihrem ersten Landesliga-Auswärtsspiel bei der Bayernliga-Reserve des TV 1861 Erlangen-Bruck an und wollen dort eine noch offene Rechnung aus der Vorsaison begleichen, hatte man doch gegen den Staffel-Meister der BOL Ostbayern zweimal eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Nach einem deutlichen Umbruch im Team und mit neuem Trainer steht für die Mittelfranken ebenfalls der Klassenerhalt ganz oben auf der Wunschliste. Anpfiff in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle in Erlangen ist um 17:30 Uhr.

Handball Landesliga

Gleich am zweiten Spieltag treffen sich die beiden Aufsteiger aus der letztjährigen BOL Ostbayern, die auch beide mit einem Erfolgserlebnis in die neue Runde gestartet sind. Während Auerbach mit einem klaren Sieg gegen den Vorjahres-Sechsten SG Regensburg einen ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt tat, erkämpfte sich der TV 1861 Erlangen-Bruck II ein Remis und damit einen ebenso wichtigen Auswärtspunkt beim letztjährigen Fünften TSV 2000 Rothenburg. In einer beiderseitig nervösen und fehlerreichen Partie, in der erst nach sieben Minuten das 1:0 für den TSV fiel, glänzten vor allem die beiden Torhüter und hielten das Spiel bei mageren 18 Toren für jedes der beiden Teams. „Bruck hat ein körperlich robustes Team und sehr gute Torhüter“ analysierte denn auch Auerbachs Trainer Matthias Schnödt den kommenden Gegner. Speziell der aus der A-Jugend des HC Erlangen stammende Marcelo Miranda-Jahn steht dabei im Fokus, gehört er doch auch immer wieder neben Lars Goebel zum Aufgebot des Bayernliga-Teams. Für Schnödt steht jedenfalls fest, dass „wir ähnlich konzentriert und konsequent agieren müssen, wie gegen Regensburg. Wenn uns das gelingt, haben wir sicher auch gegen Bruck eine gute Chance auf Zählbares. Zudem haben wir da noch eine Rechnung offen.“ Damit sprach er die beiden knappen Niederlagen aus der Vorsaison an. „Zumindest zuhause waren wir eigentlich das bessere Team und lagen lange Zeit in Führung, haben dann aber am Ende das Spiel noch aus der Hand gegeben.“
Allerdings erwartet die Oberpfälzer an diesem Wochenende ein völlig neues Team. Lediglich vier Spieler sind noch von der Meister-Mannschaft geblieben und auch der Trainer ist neu. Mit dem ursprünglich aus Niedersachsen stammenden B-Lizenz-Inhaber Carsten Peine (56) steht seit dieser Saison ein vielgereister und in der Region erfahrener Coach an der Seitenlinie. Nach seinem berufsbedingten Wechsel nach Mittelfranken trainierte er zunächst für vier Jahre den Landesligisten HG Nürnberg und kam nun nach teilweise mehrjährigen Engagements beim HC Erlangen II, dem TV Roßtal (wo er von Klaus Jahn beerbt wurde), dem TSV 2000 Rothenburg und der HG Zirndorf zu den Bruckern. Für ihn steht der Klassenerhalt absolut im Vordergrund. „Als Aufsteiger kann unser Saisonziel gar nicht anders lauten. Wir sind ein sehr junges Team, was zumindest spielerisch kein Nachteil sein muss, lediglich in heiklen Situationen können ein, zwei erfahrene Spieler den Unterschied machen.“ Doch sein Team ist nicht nur sehr jung, es ist auch mehr oder weniger runderneuert. Bis auf vier Spieler zogen sich viele Akteure der Meistermannschaft zurück, da sie den erhöhten Aufwand für die Landesliga nicht mitgehen konnten oder wollten. Dafür kamen einige andere Spieler zum TV zurück. „Alle unsere Spieler sind aus der näheren Umgebung,“ so Carsten Peine.
Letzteres gilt auch für das Team um Matthias Schnödt und ob es für die Blau-Weißen zum Vorteil gereicht, dass sie bereits seit mehreren Jahren gemeinsam nebeneinander auf dem Platz stehen, wird sich wohl im Verlauf der Saison zeigen. Für das wichtige Spiel gegen den Mitaufsteiger steht Schnödt jedenfalls fast die gleiche Mannschaft wie am vergangenen Wochenende zur Verfügung. So wird Alexander Hofmann leider wieder nicht dabei sein können. „Alex wird wegen seiner Schulterverletzung möglicherweise sogar länger fehlen“ bedauerte Schnödt diesen erneuten Ausfall seines Linkshänders. „Allerdings hat ihn „Eckes“ (Julian Eckert) gegen Regensburg mit einer guten Leistung ausgezeichnet ersetzt.“ Auch der Einsatz von Alexander Tannenberger ist fraglich, da er wegen Krankheit kaum am Training teilnehmen konnte. Dafür kann der Trainer wieder auf seinen Rückraumakteur Paul Neuß zurückgreifen. Sein Namensvetter Ferdinand Neuß wird an diesem Samstag sein voraussichtlich letztes Spiel der Saison für die Oberpfälzer bestreiten, bevor er sich auf einen längeren Auslandsaufenthalt begibt. Die Vorgaben von Matthias Schnödt für das Spiel lauten daher kurz und knapp: „Wir wollen zum einen möglichst den Schwung aus dem ersten Spiel mitnehmen und zum anderen wollen wir Ferdi einen schönen Abschied bereiten.“

Aufstellung: Adam, Kroher, Reger, Tannenberger (?), Bauer, Neuß F., Hofmann M., Bürger, Hackenberg, Kolb, Edtbauer, Eckert, Herold, Kraus, Pankraz, Neuß P.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 22. September 2016 um 17:58 Uhr
 
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